Bilderserie, Papa-Blog
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Wochenende in Bildern: Ostern im Wedding #42

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Zum Glück ist meine Tochter zu jung, um mir Fragen zu Ostern zu stellen. Was sollte ich ihr auch antworten? Ich weiß nicht einmal, warum der Osterhase bunte Eier an Sträuche hängt. Und auch sonst war es ein sehr fragwürdiges Wochenende in Bildern. Aber wenigstens mit viel Sonnenschein. Und ein wenig Poesie. Seht selbst.

Wochenende in Bildern: Freitag

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Was es genau ist, das mir meine Tochter mit der Schraubensammlung und der drapierten Puppe auf meinem Bett sagen will, weiß ich nicht. Auch, warum alle Schrauben mit den Köpfen aneinander liegen müssen, will sich mir in meiner morgendlichen Zerwirrnis auch nicht erschließen. Das Leben mit Kindern, es ist und bleibt voller Wunder und Rätsel. Was wohl Indiana Jones an meiner Stelle gesagt oder gedacht hätte? Wir sollten öfter telefonieren, denke ich noch..

 

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Die verschlossenen Tore der Schillerpark-Centers verraten es: heute ist Sonntag. An einem Freitag. Manchmal besteht das Leben aus Irrnis und Wirrnis.

Beinah schon unheimlich, wie leer die Straßen heute morgen sind. Selbst an einem normalen Sonntag ist auf der Müllerstraße sonst mehr los. Wo sind sie nur hin, all die Zombies und Kiez-Akrobaten? Habe ich vielleicht etwas verpasst?

Die App sagt, es ist Karfreitag.

 

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Nach dem Frühstück blättern meine Tochter und ich aus gegebenem Anlass in der aktuellen Ausgabe der Eltern. „Vorlesen“ lautet ihr eindrücklicher Befehl. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich vorlesen soll, sondern dass meine Tochter mir vorliest. Auch mal ganz nett. Später werde ich mir aber alles noch einmal ganz in Ruhe zu Gemüte führen müssen, fürchte ich.

 

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An vier von sieben möglichen Tagen in der Woche ist meine Tochter derzeit krank. Nennen Sie mir einfach eine Erkrankung, die derzeit über Berlin hinwegrollt, meine Tochter hatte sie, hat sie just in diesem Moment und wird sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nächste Woche gern nochmal haben.

Es wäre nur halb so tragisch und fast schon lustig, wäre nicht auch ihre Mama und ja, auch ich selbst angeschlagen. Ich kann schon das Kribbeln in Hals und Nase spüren – die Einschläge kommen näher.

Bei den vielen Krankheitstagen, bei denen ich übrigens ganz wie mein neues großes Vorbild „Siggi Superdad“ Sigmar Gabriel zu Hause geblieben bin, hat meine Tochter das das Osterbasteln im Kinderladen verpasst. Wenigstens einen kleinen Teil des Bastelns holen wir zu Hause nach.

 

IMG_5163Der Rest des Tages ist Mittagsschlaf, Essen machen, quengeln, den Schalk im Nacken haben, abwaschen, ein paar Worte schreiben und den Mond beim Aufgehen zuhören. Doch bevor der Mond aufgeht, wird natürlich noch ein wenig Sonne getankt.

 

Wochenende in Bildern: Samstagssonne

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie morgens um sechs rotzevoll aus dem stickigsten aller ranzigen Clubs nach Hause kommen? Sehen Sie, ich schon. Und ich brauche dafür weder Alkohol noch den Club. Es reichen fünf Stunden Schlaf, ein unruhiges Kind und eine durch Mark und Bein gehende Erkältung. Hätte ich gestern Abend schon gewusst, wie es mir heute morgen gehen würde, ich hätte die Flasche Moonshine (lies: Korn) im Ex-Akkord gegriffen und einfach runter gekippt.

 

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Die Sonne scheint und der Zeiger liegt irgendwo oberhalb der Zehn Grad Celsius. Ich packe das Kind so schnell ich kann ein, greife Decken, Snacks und Getränke und fliege uns wie der Wind zum nächsten Spielplatz. Wenigstens einmal will ich mir ihr in dieser Woche draußen gewesen sein. Dieses Kranksein, das ist doch nichts.

Am Spielplatz angekommen, stürmt sie wortlos durch den Sand, lässt sich von mir auf die Schaukel setzen und beginnt, eindeutige Pferdegeräusche zu machen. Ich wundere mich, werde aber erst sehr viel später verstehen: Schaukel + Pferdegeräusch = Schaukelpferd. Ist mir eine Zweijährige im Worträtsel mittlerweile derart überlegen? Ich schwanke zwischen „Eindeutig hochbegabt!“ und „Ey, das lass ich mir nicht bieten!“

 

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Nach Mittagessen und anschließendem Mittagsschlaf gibt’s den ersten Affogato der Saison. Standesgemäß mit Marzipan-Schoko-Pistazien-Eis, gefolgt von einer zweiten Session auf dem Spielplatz.

Wochenende in Bildern: Zeitumstellung und Verstecke

Zeitumstellung. Das Jetlag des kleinen Mannes und die Urkatastrophe aller Kleinkindeltern.

Vor zwei Jahren fiel der Tag, lies: die Nacht der Zeitumstellung auf genau den Tag, an dem meine Tochter geboren werden sollte. Seitdem ist das Wort „Zeitumstellung“ fest mit dem Moment verbunden, wie die Uhr im Wartesaal des Virchow innerhalb von 30 Sekunden von 2 auf 3 Uhr wanderte.

Es klingt banal, wenn man es aufschreibt. Wahrscheinlich muss man einfach dabei gewesen sein.

 

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Aus dem Briefkasten gefischt, aber heute erst ausgepackt: die aktuelle Ausgabe des Himbeer Magazins. Eltern in Berlin und München wissen, was ich meine. Naja und was soll ich sagen, neben „Von gute Eltern“, „Kleine Fabriek“ und „Mamikreisel“ hat auch der olle Johnny seinen kleinen Service-Teil dazu beigetragen. Ich muss ja gestehen, dass ich das schon ziemlich cool finde, ne.

 

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Ich habe Ostergeschenke versteckt. 36 Ostergeschenke, um ganz genau zu sein. Es war wahrscheinlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich zu Ostern etwas versteckt habe. Um die Tragweite, wie auch die Tragik dieser Aussage in ihrer ganzen Bandbreite zu erfassen: nicht für meine eigene Tochter habe ich Ostergeschenke versteckt, sondern für alle Kinder im Kinderladen. Dieser Stress..

2 Kommentare

  1. Wir haben auch ein Zeitumstellungskind! Allerding ging es da nachts von 3 auf 2 Uhr nachts und die Krankenschwestern und Hebammen waren alle nicht so begeistert.
    Ist dass der Spielplatz im Volksparks Rehberge? Der ist auch schön!
    Frohe Ostern euch!
    (Kind verwirrt: Bringt nun der Hase oder das Huhn die Eier? :D

  2. Oh Gott, ich spüre die Anstrengung förmlich aus’m Wedding bis hier. Ich hoffe, du kannst dich vom Stress nun erholen und in deinem Ruhm sonnen? Quasi auch bei Mondschein? Habe aber erst Johnny Walker gelesen. War verwirrt, wer denn da mit Baby auf dem Arm trinkt. LG Bella

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