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Wochenende in Bildern: Winterfrühling im Wedding #27

Wochenende in Bildern

Wilde Weihnachtsmarkt-Glühwein-Karaoke, Rettungswageneinsätze quer durch die Stadt oder abenteuerliche Papablogger-Räuberpistolen? All das gibt es an diesem Wochenende in Bildern leider nicht zu vermelden. Zumindest nicht hier auf diesem Blog. Statt dessen gibt es viel Sonnenschein, einen Kiezspaziergang und auch ein wenig Sonntagsblues. Das nämlich schon bald schon Weihnachten sein soll, das ist wirklich nur schwer zu glauben. Viel Spaß. Aber Obacht: Ein bisschen Sperrmüll und eine Murmel in der Keksdose ist auch mit dabei. Seien Sie gewarnt. Ein Wochenende in Bildern. Aus dem Wedding. Alles wie immer.. fast.

Wochenende in Bildern vs. #12von12: Samstag

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Letztes Jahr um diese Uhrzeit wurde ich mit zwei riesigen Teigbällen im Wedding zurück gelassen und durfte dabei zuschauen, wie ich und meine Hüften mehr und mehr selbst allmählich zum Teigball avancierten. Ich habe die Bleche damals nicht gezählt, die ich aus mir schließlich hätte machen können. In diesem Jahr ist das zum Glück anders. Die ersten Kekse gibt’s erst zum zweiten Advent und meine Freundin hat bereits vollmundig angekündigt, vielleicht noch einmal zu Weihnachten ein bis zwei Kekse backen zu wollen. Ansonsten aber würden die Lichter in der Weihnachtsbäckerei in diesem Jahr die längste Zeit erloschen bleiben. Irgendwie aber auch schade, denn eigentlich essen ich und meine viel zu engen Hosen ganz gerne mal ein bis drei Bleche Kekse plus die dazugehörige Teigmenge. Nun ja. Man kann eben nicht alles haben. Schade.

 

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Nach dem spartanischen Keks-Frühstück, fast schon wie bei arme Leute, ist es soweit: „Rauuuus“ soll es gehen. „Rauuus!“ brüllt die Tochter. Also die Hühner, das bedeutet den PipiPapa, die Kleene und ihre Bibipuppe gesattelt, machen wir uns auf in Richtung „irgendwas mit Sonnenlicht“. Meine Tochter winkt der Sonne ganz gerne mal zu. Also nein, eigentlich hat sie das noch nie getan. Heute aber erscheint es ihr aus irgendeinem unerfindlichen Grund total sinnvoll und Freude zu bereiten. Allerdings wird es ihr irgendwann dann doch ein wenig kalt um die Finger und sie verlangt nach ihren Handschuhen. Meinen Ohren kann ich kaum glauben. Das Kind will Handschuhe? Dass sie diese natürlich nur für einen kurzen Moment trägt und ansonsten rotgefrorene Finger bevorzugt, ist an dieser Stelle ja wohl kaum erwähnenswert. Eltern kennen das nur zu gut. Beim nächsten Mal versuche ich den Sockentrick und hoffe, dass sie es nicht merkt.

 

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„Der Markt hinter dem Weddinger Rathaus. Kann man so machen. Hier gibt es guten Kaffee, günstigen Tand und interessante Spezialitätenhändler. Die Stadtteilvertretung müsste hier irgendwo auch ihren Informationsstand haben, ich konnte ihn aber nicht erspähen. Zugegeben, wir waren vielleicht etwas zu früh vor Ort. Gekauft haben wir allerdings nichts, denn meiner Tochter fiel langsam auf, dass ihre Finger normalerweise ja gar nicht rot, sondern rosa sind und das da irgendwas ja nicht stimmen kann. Handschuhe werden weiterhin strikt vermieden. Tja nun.“ Zitat aus: „12von12 im Dezember“

 

12von12 Pfuetzenselfie

„Und zum Schluss noch ein Pfützenselfie. Weil ich es kann. Und weil die Kleene schläft und ich mich nicht mehr so ausgiebig im Bezirk bewegen kann – vor allem nicht an den viel zu lauten Straßen. Dank der Äste sieht man meine windgeschönte Frisur zum Glück nicht. Oder so.“ Zitat aus: „12von12 im Dezember“

Wer mehr über unseren gestrigen Tag und über den Wedding erfahren möchte, der klickt einfach auf einen der beiden oben stehenden Links und kommt direkt zum gestrigen 12von12-Artikel. Zum Glück vergisst das Internet ja nichts.

Wochenende in Bildern: Adventssonntag

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Der Dezember hat es in sich. Nicht nur an diesem Wochenende, sondern so ganz generell betrachtet. Selbst an den Feiertagen kennt er kein Erbarmen und so muss ich alles irgendwie mal vernünftig durchplanen. Auch, wenn heute Sonntag ist. Durch die Schließzeiten im Kinderladen, feiertäglicher Arbeit der Freundin sowie termingebundener Arbeit meinerseits, muss ich an diesem Vormittag also noch einmal gezwungermaßen in Redaktionssitzung gehen. Wer schreibt wann, was wie und warum überhaupt. Es wird knapp. Außer mir selbst, gibt es aber auch keine Freiwilligen. Muss ich also wieder alle Blog-Artikel selbst verfassen. Typisch. Ich frage mich aber zum Beispiel: wird tatsächlich irgendjemand am zweiten Weihnachtsfeiertag ein „Wochenende in Bildern“ online stellen? Ich jedenfalls plane es. Wie heißt nochmal dieses Sprichwort mit den Plänen und dem Leben? Man weiß es nicht..

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Angeblich vergeht Zeit ja immer schneller, je älter man wird. Dem kann ich gar nicht zustimmen. Plötzlich aber ist bereits Mittagszeit und ich muss mich ganz schön beeilen. Strategisch ungünstig, dass nichts vorbereitet auf dem Herd oder Schneidebrett liegt. Ja, Papa kocht. Es gibt Reste. Also Rührei mit zwei Stärkebeilagen und etwas Soße. Irgendwo hat sich die gesunde Ernährung in eine Ecke verkrochen und weint heimlich in ihren fast vertrockneten Fenchel. Was keiner der beiden weiß: Im Kühlschrank schlummern noch seelenruhig Rosenkohl und Steckrübe. Streng genommen wären die beiden ebenfalls als „Rest“ zu deklarieren und dementsprechend dem Kinde zuzuführen. Allerdings will ich das Kind nicht bereits in so frühen Jahren mit Rosenkohl komplett traumatisieren. Rosenkohl schmeckt nämlich eigentlich gar nicht so übel. Vielleicht kann ich damit ja später die gesunde Ernährung wieder aus ihrem Versteck locken.

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Das erste Highlight des Sonntags – das könnte man wenigstens behaupten: Die Katze bekommt die Reste vom Joghurt – artgerecht von einem Kinderlöffel. Natürlich alles bio. Anders würde die Dame ihr Leckerli auch gar nicht mehr nehmen wollen. Nun ja. Mit dem Altern wird man wohl wunderlich, nehme ich an. Und so richtig zufrieden sieht Klein-Knickohr-Katze weder während, noch nach dem klebrigen Snack aus. Wenigstens habe ich probiert, die allgemeine Stimmung zu heben. Das man Katzen nicht allzu viel Milchprodukte reichen sollte, das habe ich irgendwo schon einmal gelesen. Ihre eigenen Snacks frisst sie aber auch kaum enthusiastischer. Wir sind noch auf der Suche nach dem passenden Futter für unsere Katze. So lange kennen wir uns ja auch noch nicht, ne.

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Meiner Tochter dagegen kann man deutlich schneller mit Essen eine Freude bereiten. Meistens zumindest. Auch wird ihr so schnell ja scheinbar nicht langweilig. Wenn andere 200 Mark für teure Kinderspielzeug oder Kinderküche ausgeben, reicht ihr eine leere Keksdose und eine auf dem Spielplatz gefundene Glasmurmel, um Papa, Mama und sich selbst für mindestens eine halbe Stunde zu unterhalten. Welch famoser Spaß. Schluss mit lustig ist erst, als das Schnapp-Krokodil nicht in die Dose passen möchte. Viel mehr will auch nicht mehr passieren. Als Vater mache ich mich irgendwann im Dunkeln daran, frische Nahrung zu beschaffen uhga-uhga.


Tja, im Gegensatz zum Samstag war der Sonntag also ein äußerst geruhsamer Tag. Und das ist dann manchmal auch ganz gut so.. ich hoffe, bei euch war es mindestens genauso ruhig.

2 Kommentare

  1. Heute habe ich mehrere Astrid-Lindgren-Geschichten vorgelesen und immer werden darin Weihnachtskekse in Schweinchenform gebacken. Weiß dazu irgendwer was??? Warum Schweinchen?

    • Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Das Weihnachtsnilpferd ergibt ja irgendwie noch Sinn.. aber Schweinchen? Vielleicht, weil es einer der wenigen Feiertage ist, an denen man ihnen nicht ans Fleisch will? Uff..

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