Bilderserie, Papa-Blog
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Wochenende in Bildern: Familienfeeling im Wedding #23

Wochenende in Bildern

Während ich einen Cameo-Auftritt als Musik-Journalist hinlegen durfte, ging in Paris peu à peu die Welt unter. Ein nachdenkliches Wochenende, an dem ich als Papa eigentlich das getan habe, was ich immer tue. Und warum sollte sich das auch plötzlich ändern? Naja, es sei denn, das Kind wird am Sonntag unverhofft ganz krank. Dann ändert sich alles und aus dem Wochenende wird ein halber Arbeitstag. Ein Wochenende in Bildern trotz allem.

Wochenende in Bildern: Freitag und Samstag

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Freitag Abend. In der „Nussbreite“ treffe ich mich nach dem Soundcheck mit dem Weddinger Liedermacher Lukas Meister, um ihn Löcher in die Hose zu fragen. Andere Menschen feiern Freitag Abend das Wochenende und ich, ich arbeite. Oder so ähnlich. Ist aber dann doch noch ein schöner Wochenausklang über den ich auf der anderen Blogwiese schreiben werde. Vor vielen Jahren schon habe ich für einige Zeit im Bereich Musik gearbeitet. Mit viel Freude. Geschrieben habe ich schon damals und irgendwie war es denn doch wieder schön, in diese alten Zeiten einzutauchen. Kennen Sie eigentlich den Film „Almost famous“? Ungefähr so, nur weniger Penny Lane. Vielleicht mache ich das jetzt öfter.

Mit dem Interview im Kasten und etwas Hopfenkaltschale im Gepäck springe ich später durch den Regen wieder zurück nach Hause. So weit ist der Heimweg ja zum Glück nicht. Was derweil zeitgleich in Paris geschah, das erfahre ich erst, als ich zu Hause angekommen bin. Das Spiel hatte ich aufgenommen und lediglich auf Twitter einige kryptische Tweets gelesen. Die ließen aber kaum auf das schließen, was da auf mich zu rollte. Ich bleibe länger wach als ursprünglich geplant und starre auf die Mattscheibe. Wenige Stunden zuvor wurde ich auf der Herrentoilette mit den Worten: „Ich wünsch‘ Dir’n wundervolles Leben und ganz viel Liebe“ verabschiedet und genau jetzt muss ich an diese Worte zurückdenken.

 

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Am nächsten Morgen begegnet mir unser junge Gast, der Fundhund im Badezimmer. Ein Welpe, der immer noch etwas blau hinter den Augen ist und schlimm krank war. Manchmal fragt man sich schon, was Menschen eigentlich mit Tieren anstellen. Dann aber fragt man sich, was Menschen eigentlich alles mit Menschen anstellen. Und warum. Es scheint dem Hund jedenfalls besser zu gehen und so geht sein Krankenaufenthalt langsam dem Ende zu. Mach’s gut, kleiner stinkender Freund.

 

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Das Kind wollte spielen, aber nobody kehred. Aber mal ernsthaft: Die Ereignisse von Paris sind mindestens so surreal wie sie schlimm sind. Glücklicherweise muss ich nichts von dem, was in dieser schönen Stadt passiert ist, meiner Tochter erklären. Nein, mein Alltag ist definitiv nicht ihr Alltag und soll es auch nicht werden. Dennoch bin ich weder verängstigt noch bedrückt mich die Leichtigkeit, mit der meine Kleene umhertollt. Ganz im Gegenteil. Ich fühle mich sicher, bin ruhig und genieße den Anblick ihrer Unbeschwertheit. Warum sollte das plötzlich anders sein? Was wäre denn die Alternative? Eben, es gibt keine! Also genieße ich.

 

TWDiOs

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Den Abend vertrödel ich mit meinen Lieblingsfreunden, den virtuellen Zombies. Das offizielle Spiel zur Serie „The Walking Dead“. Rundenbasiert, und als Casual Gamer eigentlich nicht so meins, aber irgendwie macht es doch Spaß. Die Zeit vergeht und irgendwann ächze ich mich dann doch ins Bett.

 

Wochenende in Bildern: Sonntag

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In irgendeinem Hollywood-Film hieß es mal:“Es kann ja nicht jeden Tag regnen!“ Das war positiv gemeint. Mir reicht es aber auch schon, wenn es einen ganzen Tag lang regnet, von morgens bis abends. Man sitzt zu Hause. Wie so an einem Sonntag. Wie es der Zufall ist heute ja auch noch Sonntag. Freundin und Tochter nutzen die Gelegenheit, ziehen sich die Gummistiefel an und springen durch die Pfützen. Ganz nebenbei haben sie auch freilebende Brötchen eingefangen, die später fangfrisch auf dem Frühstückstisch landen werden. Und bevor jemand fragt: Ja, das sind Jungsstiefel und Nein,.. ja. Was?

Das ist zu früher Stunde denn auch schon der Höhepunkt des Tages. Ohne weitere Vorwarnung kotzt die Kleene wenig später auf den Tisch, wie man so sagt. Auch die Saugfähigkeit der Windel wird ausgiebig unter realen Umständen getestet. Nicht immer besteht sie diesen Test. Danach wirkt meine Tochter ein wenig matt, ist aber wenigstens nicht schlecht gelaunt.

 

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So schnell wird aus einem langweiligen Sonntag unversehens ein Arbeitstag. Ach, da lacht die Koralle. Meine Kleene mit Brech-Durchfall in den Kinderladen zu schicken, das kommt nicht in Frage. Mein Arbeitsstapel schrumpft aber auch nicht von allein, also nutze ich die sonntägliche Zeit. Am Montag mit krankem Kind allein zu sein bedeutet: Nix Arbeit, nur Khlav khalash!

Wenigstens den Spieltrieb hat das Kind noch nicht vollends verloren. Im Kinderzimmer exploriert sie die Fortschritte, die ihr neues Zuhause, also ihr neues Pappkartonhaus macht. Bald schon werden wir Richtfest feiern und den Teppich auslegen. Ach, die Kleinen. Eben erst geboren und schon ziehen sie in ihre eigenen Häuser. Toll.

 

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Die verbliebenen, noch nicht infizierten Hausbewohner müssen trotz beginnender Erkrankungsanzeichen des Kindes essen. Alle auffindbaren Küchenreste werden zusammengekarrt: Reiswaffelgulasch mit Reis, aus Versehen vegan. Das ist das Resultat. Ja, als Vegetarier wird man erfinderisch und verliert irgendwann jedwede Hemmung, was die Essenszusammensetzung angeht. Tja nun, aber ich denke, es war trotzdem lecker.


Und dann war es schon wieder vorbei, das Wochenende in Bildern oder wie ich es nenne: Bilderreigen im Regen. Der Samstag war etwas ergiebiger als der Sonntag. Wer noch mehr „Wochenende in Bildern“ braucht: Susanne von Geborgen wachsen hat da was für euch im Angebot. Könnt ihr ja mal reinklicken, ne. Bis dahin, passt auf euch auf.

1 Kommentare

  1. Irgendwie hab ich erwartet, Du würdest jetzt Chips testen. Aber ich bin ja im falschen Format. Trotzdem gute Besserung für alles ;)

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