Bilderserie, Papa-Blog
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Wochenende in Bildern: Halloween-Content im Wedding #21

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Das letzte Wochenende in Bildern. Der Oktober ist vorbei, der November gerade am Anfang und Freunde, Weihnachten rückt immer näher. Vorher gilt es aber, noch einmal so viel Parksonne wie möglich zu tanken, einen unverhofften Volltreffer im Familienbettlotto zu zelebrieren, aber auch eine verlorene Strumpfhosenwette einzulösen. All das sowie ein Halloween-geschwängertes Geburtstagsfest in der Nachbarschaft, all das gibt es diese Woche hier zu sehen. Viel Spaß.

Wochenende in Bildern: Halloween-Samstag

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Samstag Morgen. Ich wache auf. Jedenfalls glaube ich das, denn wenn es stimmt, was ich in der Matrix gelernt habe, dann das, das wir ja eigentlich immer schlafen. Irgendetwas ist dennoch anders – und erst nach einigem hin- und herwälzen wird mir klar, was:
Die Füsse meiner Tochter, sie sind plötzlich verschwunden. Einfach über Nacht müssen sie sich in Luft aufgelöst haben. Wie in so einer amerikanischen Fernsehserie. Nirgendwo kann ich sie finden. Normalerweise liegen sie direkt vor mir oder auf mir oder über mir. Manchmal treten sie mich, damit ich endlich aufwache. Heute aber sind sie nicht da. Statt dessen liegt heute morgen das gute Ende des Kindes, nämlich ihr Kopf, plötzlich neben mir. Ich wiederhole: Ihr Kopf. Das ist wie der Hauptgewinn einer spanischen Weihnachtslotterie, denke ich noch. Das erlebt man nur einmal im Leben. Als ich erfahre, wie teuer Lose der spanischen Weihnachtslotterie wirklich sind, entscheide ich mich statt dessen erst einmal dafür, Kaffee zu machen. Ich will ja nicht gleich die Bodenhaftung verlieren, schließlich bin ich ein Mann des Volkes.

Falls sich jemand fragt: Nein, die Mama hat das Kind in diesen Streifen-Autounfall gesteckt, nicht ich. Ich trage daran keine Schuld – darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole: Mein Ehrenwort.

 

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Den letzten wunderschönen Sonnentag des Monats verbringen wir wie alle 80.000 Insassen jenes Bezirks, den ich Zuhause nenne, natürlich draußen. Nach erfolgreichem Frühstück und einer Stunde Freispiel in der Wohnung, packen wir beide uns viel zu warm ein und gehen los. Meine Tochter besteht darauf, dass ich meine schwarze Kapuzenjacke anziehe, woraufhin ich darauf bestehe, dass sie ihre doppeltdicke Strumpfhose trägt. Ein Deal ist nun mal ein Deal, doch uns beiden wird leider schnell klar, dass wir vielleicht weniger stur hätten sein sollen, was die Kleidung des jeweils anderen angeht. Wahre Geschichte. Nun. Wir laufen zu den Muflons im Wildtiergehege in den Rehbergen. Eigentlich waren wir für die Weddinger Kinderfarm verabredet (über die ich im Übrigen hier etwas geschrieben habe), aber leider musste das verschoben werden. Damwild tat es dann aber auch. Die sind auch viel lauter, als die Ponys oder Schweine der Kinderfarm. Sehr viel lauter.

 

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Noch etwas Vitamin D tanken, frische Luft an den Teint lassen und sich an Eichhörnchen und weniger possierlichen Promenadenmischungen der Marke „Hüftschaden olé“ erfreuen, bevor es dann nach Hause geht. Mittlerweile sollte auch die Mama der Tochter von der Arbeit zurück gekehrt sein.

 

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Glücklicherweise hat unsere Nachbarin just heute Geburtstag und glücklicherweise hat sie uns sogleich zu sich eingeladen. Sie kennt uns noch nicht allzu gut, wie es scheint, gibt uns aber die perfekte Ausrede für das Nichtfeiern von Halloween. Am Ende des Abends wird keines der Kinder, die an der Tür der Geburtstagsnachbarin standen die Losung „Süßes, sonst gibt’s Saures“ von sich gegeben haben. Bis auf eine rühmliche Ausnahme. Man klingelt also, reckt die Hand in Richtung Tür und verlangt, ja, wonach eigentlich? Hauptsache etwas. Ach früher, als Kinder noch wussten, an welche Regeln sie sich zu halten hatten. Wenigstens ist bei keiner der Kindergruppen ein Erwachsener gesichtet worden. Man lässt die Kinder, auch die kleinen gänzlich alleine ziehen. Und das nach der erschütterlichen Schlagzeilen aus Brandenburg. Wahrscheinlich ist das alles, was man heute über den Wedding an diesem Abend wissen muss. Das und das einige Verwirrte Halloween für Silvester halten und statt Eier Böller schmeißen. Tja nun.

Standesgemäß lasse ich den Tag mit dem Tatsachenbericht „Chucky die Mörderpuppe“ ausklingen und mache fleißig Notizen für meinen nächsten Artikel im Blog.

 

Wochenende in Bildern: Sonntag, ohne Halloween

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Zum Frühstück gibt es Zimtschnecken und Apfelkuchen und ich überlege, das vielleicht beruflich machen zu wollen. Später geht es in den Schillerpark, oder wie ich ihn nenne: Den traurigsten Spielplatz der Welt. Aber wenigstens stehen hier ganz viele Kastanienbäumen. Doof, das die alle schon von den lokalen Kindern abgeerntet worden sind. Naja und ganz so traurig ist’s dann doch nicht, immerhin haben Bekannte einige Muffins in ihrer Tupperbox. Das hilft immer.

 

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Vor und während des Mittagsschlafs mit der Katze Kätpn Knickohr schaue ich alte Serien, in denen die Zukunft irgendwie sehr nach Vergangenheit aussieht. Knight Rider. Kennt das heute überhaupt noch jemand? Angeblich arbeitet Apple ja an einem eigenen Auto. Falls es Siri integriert haben sollte, dann, ja dann wird es vielleicht doch nochmal was mit dieser Zukunft. Bis dahin schaue ich weiterhin The Hoff dabei zu, wie er nüchtern hinter’m Steuer Verbrecher jagt und für die Foundation für Recht und Verfassung arbeitet. Was für ein Titel übrigens.

Den restlichen Kartoffelbrei- und Apfelkuchen-Content erspare ich uns, wurde ohnehin nicht im Bild festgehalten, denn beides fand in Affentempo, wie man so sagt, seinen Weg in die familiären Münder. Ich hoffe, euer Wochenende klingt ruhig aus. Schön war’s.

4 Kommentare

  1. Meine Frau hat scheinbar das Anti-Johnny-Gen inne, denn meinen Vorschlag am Samstag die Zauntiere in den Rehbergen zu besuchen, erwiderte sie nur mit: „Nee, lass uns nach Pankow fahren!“

    Falls man sich mal über den Weg läuft, sollten wir uns vorher auf ein geheimes Handzeichen geeinigt haben…

    LG Rubbelpapa

  2. Nur zum Aspekt spanische Lotterie. Das ist Gruppenzwang. Problem ist, das alle mitmachen (Arbeitskollegen, ein ganzes Dorf, etc.) und dich ein Los teilen. Und wenn dann slle gewinnen, wird Dein Schicksal als Nichtteilnehmer in den Medien gebracht. Soviel zu meiner regelmäßigen Teilnahme in der deutschen-spanischen Familie. …

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