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Vereinbarkeit: Familie oder Arbeit oder?

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Beruf vs. Familie? Ist das wirklich ein in Stein gemeißelter Widerspruch? Manche nennen dieses Thema zusammenfassend Vereinbarkeit. Vereinbarkeit aber, so lerne ich im Verlauf ist gar kein Väterthema. Das zumindest legen Ergebnisse diverser Umfragen, meine eigenen Erfahrungen sowie Erfahrungen befreundeter Bloggerinnen nahe. Warum also sollte ich als Vater darüber schreiben?

Vereinbarkeit ist auch meine Sache

Ich schreibe darüber, weil ich mindestens eines zum Thema laut denken und ergänzen möchte: Vereinbarkeit ist natürlich ein Frauenthema. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, das Vereinbarkeit nicht auch ein Männerthema sei. Es ist ein Männerthema wie es auch ein Beziehungs- bzw. Familienthema ist. Was einen Teil der Familie betrifft, betrifft alle Teile der Familie. Verantwortung tragen für das, was man als Familie definiert. Alles andere andere wäre schlichtweg absurd.

Vereinbarkeit, das ist natürlich auch die Erwartung an mich selbst. Ich bin ohne Vater aufgewachsen, ohne väterliche Vorbildfigur sogar. Zumindest ohne eine präsente oder gar konstante. Das soll meiner Tochter nach bestem Willen nicht passieren. Ich will ihr Vater sein. So einfach liegen die Dinge manchmal. Die Frage der Vereinbarkeit stellt sich somit ganz von selbst auf’s Feld. Das sollte man zumindest meinen.

Auch von anderen Vätern weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Allein, sie wissen nicht immer, wie sie das mit sich selbst ausmachen bzw. gemeinsam mit ihrer Partnerin leisten sollen.

Vollzeitjob und Karriere als Ausweg?

Wie viel Zeit kann ich also arbeitend zubringen, ohne mich schlecht zu fühlen, weil ich für die Familie in dieser Zeit nicht erreichbar bin? Und was verpasse ich in dieser Zeit? Das ist doch die eigentliche Frage hinter der Frage.

Natürlich kann man auch eine 80h-Arbeitswoche und damit hoffentlich einhergehende finanzielle Sicherheit als Beitrag zur Familie deuten. Somit wäre man jedweder Vereinbarkeit erfolgreich aus dem Weg gegangen. Man hätte sie einfach auf den mütterlichen Elternteil bzw. dem Kind entsorgt. Aber: Will man als Vater nicht mehr in die Familie einzahlen als bloß großes Kleingeld oder Unterschriften?

Schon vor der Vaterschaft wusste ich, dass es mir nicht um eine steile Karriere geht. Kein Tanz um das Goldene Kalb. Karriere, das sind die anderen. Arbeiten ist Mittel zum Zweck und in meinem Fall ist das Mittel etwas, das mir Freude und freie Zeiteinteilung bereitet. Das bedeutet auch, dass ich in dieser Hinsicht nichts zu befürchten hatte, wenn ich im Job mal kürzer treten würde.

Dann kommt die Vereinbarkeit zu Dir

Und so sehr ich die vermehrte Zeit zu Hause auch genossen habe, sie scheint sich dem Ende zu neigen. Heute, sieben Monate nach der Geburt, stehe ich als Vater früher als geplant just vor der Frage: Familie oder Arbeit?

Will ich wirklich die nächsten Wochen und Monate wieder arbeiten gehen bzw. eine Fortbildung machen? Dieses Mal als Vollzeit-Märtyrer? Von Null auf 100 und das, mit ungewissem Ausgang? Zumindest für eine Weile? Das Angebot liegt auf dem Tisch. Kann ich mir selbst das aber überhaupt antun? Oder dem Baby? Oder der Freundin in Elternzeit, die mit dem Baby folglich zu Hause bleibt, gar zu Hause bleiben muss?

Kommst Du nicht zur Vereinbarkeit, dann kommt die Vereinbarkeit zu Dir. Mütter mit Ambitionen wissen das. Bin ich also Moses oder bin ich der Berg? Als Vater bin ich viele Personen. Mir wird klar: Ich bin Moses wie ich auch der Berg bin. Beide müssen sich bewegen, denn das Vereinbarkeits-Rad neu erfinden, das können sie beide nicht.

Und was bedeutet das jetzt?

Für mich war Vereinbarkeit während der Schwangerschaft kein Thema. Und auch in den folgenden Monaten nach der Geburt nicht. Ich war es ja auch nicht, der in Elternzeit ging. Es dauerte nun mehr als ein halbes Jahr, bis ich verstanden habe: Vereinbarkeit für Väter, das ist keine Party, zu der man nicht eingeladen ist. In Wirklichkeit ist man mittendrin, man merkt es nur nicht sofort.

4 Kommentare

    • Vielen Dank für Deine Anfrage. Ich werde mal schauen, ob ich etwas zusammen bekomme. In letzter Zeit habe ich an verschiedenen Stellen immer wieder mal über das Thema geschrieben, weswegen im Moment bei mir etwas die Luft raus ist. Zum Glück (oder sollte man sagen, leider) ist’s ja ein Dauerbrenner. Also mal schauen.
      LG

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