Alle Artikel mit dem Schlagwort: Vatersein

Bücher für Väter

Vier Bücher für Väter

Ein ungeschriebenes Gesetz besagt: Bücher für Väter haben lustig zu sein. „Geschenke für Väter“ heißen diese Werke dann. Oder „Papa to go“. Bücher für Väter, in denen man eben solche entweder für Kleinkinder hält oder ihnen gender getreu und total humoristisch eine Baby-Betriebsanleitung unterjubeln will. Doch es geht auch anders. Ich habe vier Bücher zusammengestellt, die sich ernsthaft und offen den Themen Vatersein, Familie und Vereinbarkeit nähern. Meistens jedenfalls.

Wochenende in Bildern Spiegel Selfie

Wochenende in Bildern: Der Wedding, auf Sand gebaut

Das Wochenende in Bildern besteht aus Sand. Ganz viel Sand. So will es das Gesetz für Erwachsene mit Elternhintergrund. Zwar hätte es besonders am „Tag der Städtebauförderung“ durchaus nichtsandige Alternativen im Kiez gegeben, aber kein Sand? Nein, das ist irgendwie dann auch keine Lösung. In diesem Sinne, lassen sie es mit mir ordentlich knirschen. Viel Spaß mit Sand, Sonne, Metalldetektoren und natürlich ganz viel Nutella-Eis.

Moderatorin von Super-Papa Zeichnung

nano Spezial: 3SAT sucht den „Super-Papa“

3Sat sucht den „Super-Papa“ Dieses Mal war es an dem Schweizer Medienformat „nano“, den ominösen, modernen Vater zu finden und ihn zu charakterisieren. Während die Vorschau noch unerträglich daher kommt („Wann ist der Mann ein Mann?“), glänzt der erste Teil der Reportage durch fehlende Quellenangaben und gefährliche Belanglosigkeiten („Sind schlechte Väter einfach Opfer ihrer Hormone?“). Erst im letzten Drittel nimmt das Ganze fahrt auf. Nur das mit dem maternal gatekeeping, das hätte reflektierter anstellen können. Und auch sonst fremdel ich mal wieder mit der schweizerischen Art der Präsentation! Eine launische Medienbetrachtung. Das nano Spezial „Super-Papa“ Wir starten in das Thema Vaterschaft in Deutschland mit einer Rückschau auf den eigenen Vater, also den klassischen Ernährer, der tagsüber eher durch häusliche Abwesenheit glänzte. Es folgt u.a. ein buntes Sammelsurium an Zahlen und Fakten, deren Quellen aber nicht weiter genannt werden („laut einer deutschen Umfrage“). Schade eigentlich. Immerhin decken sie sich so ganz entfernt mit den Zahlen, die mir von Destatis und den jüngsten Väterstudien aus eigener Anschauung bekannt sind. Der Super-Papa und die Teilzeit-Statistik Interessant wie niederschmetternd …

Vatersein im Park

Was ich als Vater nicht vermisse

Elternsein ist angeblich die Erfahrung, dass Dein Herz außerhalb von Dir schlägt. Das habe ich in den Tiefen des Internets sinngemäß so aufgeschnappt. Ich gebe zu, das ist eine der beängstigenden und auch schönsten Aussagen, die genau das benennen, was es ist, dieses Elternsein. Vatersein. Auch deswegen gibt es viel, was ich als Vater heute aus meinem früheren Leben überhaupt nicht vermisse.

Trageberatung vs. Fahren

Die Trageberatung für Väter

Seitdem wir Menschen den Urwald gegen ein Leben in der Steppe eingetauscht haben, heißt es in deutschen Städten heute gerne mal: Menschenkinder sind Traglinge. Manchem Berliner Vater möchte man trotzdem einen vernünftigen Kinderwagen schenken – oder am liebsten gleich eine ausgewachsene Trageberatung.

Familienglueck

Bedeutet Familienglück auch Väterglück?

Der deutsche Vater ist glücklich, fühlt sich erfüllt und ist mit seiner neuen Rolle natürlich keinesfalls überfordert. Das Thema „Idiot dad“ ist ein Internet-Thema ohne Bezug zur väterlichen Wirklichkeit. Besonders erfreulich: Entgegen aller Warnungen hat er sogar immer noch genug Zeit für seine Hobbies und auch beruflich muss er nicht zurückstecken. Kurz gesagt: Es läuft blendend. Dass jedenfalls legt die kürzlich von der ergo direkt veröffentlichte Online-Umfrage zum Thema „Familienglueck“ nahe. Leider kann man Glück nur schwer in Worte, geschweige denn in Zahlen fassen. Und wie schon bei der letzten Familien-Umfrage zum Thema Glück wundere ich mich: Was ist dieses „Glück“ eigentlich? Bin ich glücklich? Zwar bin ich kein „idiot dad“, aber lüge ich mir vielleicht doch heimlich in meine Aktentasche? Oder ist die Situation doch viel komplizierter als es die Zahlen nahelegen? Eine Spurensuche als Teil einer Blogparade.

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Wird aus mir ein Bento-Box Papa?

Eine Erbsenexpedition durch den gefährlichen Kartoffelstampf-Canyon? Einaugen-Möhrchen, die Pastinakenherzen aus dem Brechbohnengefängnis befreien? Oder Knusperbrot in exotischer Marienkäferoptik? Profi-Essens-Verschönerer nutzen eine so genannte Bento-Box für ihre Anrichtekunst. Diese Boxen mit den vielen Fächern werden dann mit allerhand Gesundem befüllt und zwar so, dass es gar nicht mehr gesund aussieht, sondern dem Zuschauer witzig und verspielt erscheint. Das Essen kann dann auch mal die Form von wütenden Dinosauriern, von Fabelwesen oder gar Computerspiele-Figuren annehmen. Toll. Ich selbst habe dem ganzen Verschönerungs-Treiben bisher nur wenig Aufmerksamkeit beigemessen. Als Vater einer, sagen wir mal, ausgesucht essenden Tochter, erwische ich mich mittlerweile aber immer öfter dabei, wie ich genau das auch tue: Ganz automatisch und ohne darüber nachzudenken, versuche ich ihr Essen ein klein wenig kreativer anzurichten. Aber ist das überhaupt richtig? Sollte man Lebensmittel zu Spielgerät werden lassen? Weckt das nicht völlig falsche Erwartungen? Geht es von nun an steil die Essenspyramide hinab?