Alle Artikel mit dem Schlagwort: Vaterschaft

Am Frust arbeiten

Es war einmal.. ein Vater ohne Frust

Als frischer Vater wird man ganz plötzlich ruhig und ausgeglichen. Von jetzt auf gleich. Man tritt aus dem Kreißsaal, man schaut nach links, schaut nach rechts und ehe man sich versieht, wurde man von einer fliegenden Elfe mit Zauberstab verzaubert. Der Mann wird die Ruhe selbst, er wird zum Fels in Brandenburg. So ein kleines brüllendes, Kind, das gibt ihm von nun an Kraft und Ruhe. Selbst dann, wenn er mehr als acht Stunden am Tag gar nicht zu Hause beim Kinde weilt. Oder vielleicht auch gerade deswegen? Donnerwetter. Aber stimmt das wirklich? Vater ohne Frust? Wird man als Vater plötzlich ruhiger? Gerne behaupten familienfreundliche Personaler ja diese Mär und ihre Untergegebenen plappern es ihnen gerne nach. Aus eigener Erfahrung bin ich mir in der Hinsicht jedoch nicht so sicher.

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Men’s Health Dad – Die neue Väterzeitschrift

– sponsored post – Man kann mir glauben, wenn ich sage: An mir findet sich kein sichtbarer Sixpack, kein geglückter Low-Carb-Diätversuch und auch sonst kein nennenswerter Muskelaufbau in den oberen oder unteren Körperpartien. In meiner Jugend durchaus sportlich recht aktiv, hat sich das über die Jahre größtenteils in Couchgefallen eingelöst. Als mir kürzlich zu Ohren kam, dass Men’s Health eine Zeitschrift extra für Väter herausbringen wolle, wurde meine Neugier dennoch geweckt. „Eine Zeitschrift eigens für Väter, das gibt es nicht oft“, dachte ich. „Das ist ambitioniert!“ Ob es da auch um Fitness geht? Seit heute ist die erste Ausgabe der Men’s Health Dad im Handel erhältlich und Dank der Kita-Eingewöhnung hatte ich am Vormittag Zeit, mir bei Kaffee und Franzbrötchen einen ersten Überblick zu verschaffen.

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12 Anzeichen für einen „Vaterschaden“

Wenn AltenpflegerInnen alles, was sie sagen mindestens zwei bis dreimal wiederholen, dann spricht man hinter vorgehaltenen Bettpfannen gerne von „professional damage“. Berufskrankheit. Vatersein ist leider immer noch kein Ausbildungsberuf und doch bringt er so manch skurrile Symptomatik mit sich. Ich beobachte dieses Phänomen schon seit einer Weile und nenne es seit Neuestem ironisch: „professional Vaterschaden“.

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Ich vs. das Klischee des coolen Vaters

Ich bin cool, ich falle auf kein Klischee herein. Dachte ich. Dann wurde ich überraschend Vater und bevor ich es wusste, war ich selbst ein wandelndes Klischee: Das des coolen Vaters, der glaubt, keinem Klischee zu entsprechen. Ich mach’ mein Ding. Ihr könnt mir gar nichts. Aber stimmt das denn wirklich? Ein Kurztest in drei Runden soll’s beweisen.

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Zweisprachigkeit? Oder: Wie mit dem Baby parlieren

In welcher Sprache ich mit meiner Tochter mal unterhalten würde, war nur eine von vielen, vielen Fragen, die mir als frischer Vater bzw. als Vater in spe gestellt wurden. In welcher Sprache ich hingegen mit einer Katze oder einem Hund parlieren würde, das wollte aber niemand von mir wissen. Auch wollte niemand wissen, ob ich es mir überhaupt schon vorstellen könne, mal mit meiner eigenen Tochter zu sprechen. Suggeriert wurde mir lediglich, natürlich durch die subtile Blume, dass ich meiner Tochter mit Einsprachigkeit beinahe schon für immer die Zukunft ruinieren würde. Speaking english? Nein, ich habe andere Sorgen.

Park

Das Kind beim Namen nennen

Eine alte, leicht abgewandelte Amateurfußballer-Weisheit besagt: nach dem Countdown ist vor dem Countdown. Und vielleicht ist dieser Countdown der wichtigste von allen, denn dieser eine bestimmt die gesamte Zukunft aller Beteiligten und aller bisher Unbeteiligten aller sieben Königreiche. Das Kind braucht einen Namen, auf das es bald regieren könne. Der ausgedehnten Vorbereitung sprich Schwangerschaft geschuldet, nicht zu vergessen der aufdringlichen Verwandtschaft glaubt man sich auf diesen Countdown vorbereitet. So, als ob man jemals wüsste, was von einem als Eltern, als Vater erwartet würde. Als ob Gewißheit nichts weiter wäre, als ein dünnes Winterlaken. Nur eines, das ist klar: the show must go on, und zwar yeah yeah. Das Namens-Orakel Das im Virchow(-Klinikum) das namensverantwortliche Standesamt eine Außenstelle hat, erhöht den Adrenalinspiegel plötzlich und unerwartet deutlich. Was passiert hier? Ich brauche mehr Licht. Und mehr gewürzten Wein. Meine Arbeit hat mich gelehrt: Sobald es auf Papier geschrieben steht, ist es wahr, dann ist es real, dann ist es unumkehrbar. Die Geburt war bereits real. Zumindest bin ich mir dessen sicher, als sie vorbei ist. Und mit …