Alle Artikel mit dem Schlagwort: Vaterrolle

Feministische Vaterschaft

Feministische Vaterschaft vs. gleichberechtigte Teilhabe?

Vor kurzem fragte sich Jochen König, ob es so etwas wie eine feministische Vaterschaft geben könne und welchen Grundsätzen diese wohlmöglich folgen solle? Ich stimme Jochen zu, wenn er sagt: „Das Private ist politisch!“ Private Entscheidungen haben immer auch politische Dimensionen. Doch nicht immer ist das Private auch das, was man als bloggender Vater öffentlich im Internet preis geben mag. Eine kommentierte Zuneigungsbekundung.

Am Frust arbeiten

Es war einmal.. ein Vater ohne Frust

Als frischer Vater wird man ganz plötzlich ruhig und ausgeglichen. Von jetzt auf gleich. Man tritt aus dem Kreißsaal, man schaut nach links, schaut nach rechts und ehe man sich versieht, wurde man von einer fliegenden Elfe mit Zauberstab verzaubert. Der Mann wird die Ruhe selbst, er wird zum Fels in Brandenburg. So ein kleines brüllendes, Kind, das gibt ihm von nun an Kraft und Ruhe. Selbst dann, wenn er mehr als acht Stunden am Tag gar nicht zu Hause beim Kinde weilt. Oder vielleicht auch gerade deswegen? Donnerwetter. Aber stimmt das wirklich? Vater ohne Frust? Wird man als Vater plötzlich ruhiger? Gerne behaupten familienfreundliche Personaler ja diese Mär und ihre Untergegebenen plappern es ihnen gerne nach. Aus eigener Erfahrung bin ich mir in der Hinsicht jedoch nicht so sicher.

Spielplatz

Die väterliche Tragödie auf dem Spielplatz

Machen wir uns doch nichts vor: Der Sommer ist längst schon aus den Köpfen und der feine Herr Novemberfrühling hat seine bunten Socken zusammengelegt, gebügelt und ist mit den letzten Gänsen bereits über alle Berge. Für uns aber, die nicht einfach so wegfliegen können oder zu ungeschickt sind, ihre Socken vernünftig zu bügeln, für uns wird der herbstliche Wind rauher, der Tag ein wenig dunkler und der Spielplatzsand wird, mit etwas Fantasie, denn die braucht es schon, zu einem Anagram für, na klar: Nierenbeckenentzündung. Doch das ist nicht die eigentliche Tragödie an diesem heutigen Spielplatztag. Die eigentliche Tragödie ist der coole, achtsame Vater, der aber im Grunde überhaupt nicht weiß, was er da tut – weder mit sich, noch seinem Nachwuchs oder dessen Bedürfnissen. Das soll kein weiterer Beitrag zur „Idiot dad“-Diskussion sein, sofern die überhaupt noch läuft, sondern einfach nur das spontane, laute Hoffen darauf, dass ich als Vater hoffentlich immer uncool und ein klein wenig aufmerksam bleiben werde. Eine Spielplatzgeschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

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Die Einsamkeit der Väter?

Mütter mit anderen Müttern, Väter mit ihren Partnerinnen. Den Nachwuchs immer fest in beiden Händen. Nur eines bekommt man hier im Kiez selten zu Gesicht: Es sind Väter, die ihrerseits mit anderen Vätern unterwegs sind. Eine väterliche Zweier- oder Dreiergruppe, die durch die lokale Kiezsteppe galoppiert? Fehlanzeige. Väter sind hier häufig allein mit Sohn oder Tochter zu finden. Aber warum ist das so? Ist es die Einsamkeit der Väter, vielleicht selbstgewählt, ist es nur ein billiges Klischee oder steckt vielleicht doch etwas ganz anderes dahinter? Ich habe versucht, dem als Betroffener auf den Grund zu gehen.

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Ein Aufmerksamkeits-Bootcamp namens Papa

Früher lief’s bei Dir, alles war chillaxed. Der Tag kam, Du lebtest hinein und alles, was passieren sollte, passierte irgendwie. Heute bist Du als Vater unverhofft in einem Aufmerksamkeits-Bootcamp namens Papa gelandet. Windeln, Einkauf, Küche und natürlich noch die Familie ernähren? Klar, dass Dein Äußeres darunter leidet. Du fragst Dich, ob Deine Moonboots überhaupt noch in Mode sind? Bis Dir einfällt: Klar sind sie das, nur die Flanellhemden, von denen solltest Du Dich bald mal trennen. Doch vielleicht sind andere Dinge gerade wichtiger. Und zwar alle gleichzeitig.

Bachelor

Meine Tochter beim „Bachelor?“

Wenn es Nacht wird und das Baby schläft, der Wedding sacht zur Ruhe kommt und Blaulicht für Romantik sorgt, dann wandern mir manchmal ganz seltsame Dinge durch den Kopf. Manchmal wird’s gar abstrus. Wie würde ich zum Beispiel wohl als Vater reagieren, würde meine Tochter an der schmutzigsten Königin aller Sex-Anbahnungs-Reality-Serien „Der Bachelor“ teilnehmen?

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Papa, der Pädagoge und ich

Meine Tochter wird mit jedem Tag älter und als Jabba Vater möchte ich sie natürlich so früh wie möglich vorbereiten. Auf das Stadtleben, das Familienleben, das Lebenleben. Letzteres dann natürlich ganz besonders – was immer das bedeuten mag. Papa vs. Jabba the Pädagoge Die Kleene wird jetzt neun Monate alt. Eine alte Seefahrer-Weisheit sagt: Langsam wird es ernst, sehr ernst. Ich setze ein seriöses Gesicht auf, denn als Vater muss man seriös sein, hat man mir gesagt. Nach den weihnachtlichen Feiertagen stelle ich mir einfach vor, ich bin Jabba the Hut, der Oberschleim der Familie. Passt. Gut sehe ich aus, lediglich an meiner Frisur, an der sollte ich noch arbeiten.

Papa allein zu Haus – Tag 03

Wochenende. Logbuch. Wir schreiben Tag 03 der Testreihe „Papa allein zu Haus“. Erste mentale Ausfallerscheinungen werden deutlich und Rettungswagen haben bereits begonnen, regelmäßige Wachdienste einzuführen, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Ja, in Berlin kümmert man sich um seine Mitmenschen. Derweil haben das Familienbett und ich in nächtlicher Verhandlungsrunde beschlossen, dass ich für die Zeit der Abwesenheit von Tochter und Freundin eine Hälfte der Matratze als Schlaftstatt nutzen darf. Währenddessen kann sich die andere Bettseite ein wenig erholen. Ein vernünftiges Angebot, wie ich finde. Die Umstellung von einem halben Bett zurück zu den sonst üblichen 25cm plus Kommode dürfte theoretisch weit weniger drastisch ausfallen, als sagen wir, die Umstellung beginnend von einem ganzen Bett.