Alle Artikel mit dem Schlagwort: Stillen

Mutter, schatten

Stillen in der Öffentlichkeit? Wo denn sonst!?

Man erzählt sich, dass es im Café THE BARN guten Kaffee gibt. Dass dieser mindestens genauso überteuert ist, wie die als Lifestyleprodukte angepriesenen Graubrotschnitten, ebenso. Dass man als Mutter aber sein Kind dort nicht stillen darf, nun ja, auch das ist nicht neu. Weshalb der Betreiber des Cafés mit der Natürlichkeit des menschlichen Körpers nicht umgehen kann, ist mir unbekannt. Als Mann sage ich aber: Stillen in der Öffentlichkeit? Klar, wo denn sonst?

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Langzeitstillen aus Papa-Sicht

Ob an der Brust stillen oder abpumpen und Fläschchen geben? Ob gänzlich auf Milchnahrung setzen oder vielleicht doch mit alternativer Giraffenmilch ernähren? Solche Fragen habe ich mir bis zur unverhofften Schwangerschaft meiner Freundin nicht gestellt. Warum auch? Seitdem ich aber eine vollgestillte Tochter habe, weiß ich natürlich, was Stillen wirklich bedeutet. Und mittlerweile beschäftigen mich ganz andere Fragen. Was bedeutet eigentlich Langzeitstillen? Und was bedeutet es für mich als Vater? Oder ist es vielleicht gar nicht so wichtig, wie lange ein Kind gestillt wird? Eine Annäherung an ein vermeintlich schwieriges Thema.

Hilflosigkeit eines Vaters

Als Papa ist man Superman und zwar der echte und nichts weniger. Aber auch die Clownsschuhe streift man sich von Zeit zu Zeit mal über. Die passen natürlich nicht zum Superman-Outfit. Manchmal ist er meine Lieblingsrolle, der Clown. Sich innerhalb sozialer Konventionen unangebracht verhalten. An die Väter, die dieses Potential nicht erkennen: Wenn man nicht der Clown für die Kleene sein kann, zumindest manchmal, wer ist man dann? Der Verkehrssicherheitsbär?

Die ersten drei Monate

Es ist soweit. Mit dem heutigen Tag sind’s zwölf Wochen. Ein volles Quartal. Ich sage mir, Baby-Wochen zähle man besser in Hundejahre. Eine Baby-Woche gleich ein Hundejahr. Ein Hundejahr entsprechend sieben Menschenjahre. Eine Baby-Woche ergäbe sieben Menschenjahre. Eins im Sinn, Moment! Soeben sind 84 Menschenjahre vergangen. Mit ihr. Ein ganzes Leben schon. Ein Blick auf die innere Uhr verrät: das stimmt. Es muss stimmen. Jedes vergangene Leben scheint lang und länger her. Die Legende von Johnny. Mythos Mamabär. Vor 84 Jahren. Ich möcht’s glauben, es scheint real. Heißt das, ich bin nun älter als mein Opa? Sind wir uns zu früh begegnet? Habe ich die Zukunft verändert? Wo ist der Sport-Almanach? Wo hab‘ ich ihn liegen lassen? Und überhaupt. Doc Brown wüßte, was zu tun wär‘. Drei Monate. 84 Jahre. Hundejahre einer Kaiserin. Eine Baby-Woche gleich ein Hundejahr. Eine Baby-Woche sieben Menschenjahre. Ein Baby-Wochentag ein Menschenjahr. Stunden Vaterseins wie andere Jahre erleben. Prüfen, ob das Baby noch atmet. Morgens. Wenn das Baby schläft. Geduldiger wird man vielleicht. Ausgeglichener keinesfalls. Im Gegenteil. Jeder Tag wird Gegenteil-Tag.