Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ratgeber

Löffler, Ich kann da nicht nüchtern hin

Falko Löffler, Ich kann da nicht nüchtern hin. Familienfeiern und wie man sie überlebt

Ein Buchtitel wie für gemacht für mich. Familienfeiern waren und sind mir mehr denn je ein Graus. Auf 250 Seiten gibt Autor Falko Löffler dem Familienfeiern geplagten Vater (lies: mir!) umfassend Werkzeug an die Hand, um für alle unausweichlich hereinbrechenden Feste zukünftig gewappnet zu sein. Aber: Ist das denn überhaupt möglich?

(c) planet-wissen

TV – planet wissen: „Wie erziehe ich mein Kind?“

Es ist spät, das Kind schläft und ich möchte nur noch zappen. An einem Tisch mit aufgestapelten Erziehungsratgebern stehen drei Menschen und unterhalten sich. Der Sender, der mir dieses leicht verwaschene Bild zusendet heißt ARD-alpha und das Format planet wissen. Das Thema hinter dem Ratgeberstapel lautet dann auch passend „Wie erziehe ich mein Kind?“ Von Beginn an scheinen sich alle drei Redner einig: Als Eltern muss man nicht unbedingt perfekt sein.

powpow

Das Teenager-Baby

Eine Premiere, denn dies ist der erste Artikel von der Mama der Kleenen. Ab sofort ist der Weddinger Berg kein klassischer Papa-Blog mehr, sondern ein grenzübergreifender Elternblog, für den beide Elternteile über ihre Erfahrungen schreiben. So lasset die Revolution beginnen. Dieser Eintrag ist mehr etwas für alle Eltern, die sich noch auf ihr Baby freuen dürfen. Diejenigen, die sich bereits darüber freuen (*räusper*), die werden mir zustimmen. Oder aber alles dementieren. Man „vergisst“ ja auch einiges. Oder sagen wir verdrängt. Einige wollen auch auf sadistische Weise beobachten, dass es denen, die nach ihnen (nieder)kommen auch nicht besser geht.

Baby-Ratgeber haben Hausverbot

Wenn die Kleene beschlossen hat zu brüllen. Wenn sie sich vom zugeteilten Elternpersonal par tout nicht trösten läßt, dann rede ich mit ihr. Ich erzähle ihr ganz unpädagogisch von den dunklen Seiten. Ich rufe ihr zu, ein Schreibaby sie sei. Unbeeindruckt wie so oft zeigt sie sich dann, bisweilen sogar nonchalant. Sie brüllt mich an. Dann tanzen wir. Im Wohnzimmer. Und manchmal dauert es nur wenige Minuten und sie wechselt vom Brüll-Modus in die Observation. Alles genau beobachten, ganz besonders aber mich: Ob ich Schritte zähle. Ob ich das Zeug zum Beschützer habe. Wie stark die Macht in mir ist. Ich zeige dann manchmal meine Zähne. Ich stampfe mit dem Fuß. Manchmal beruhigt sie das. Und manchmal, nach ca. 45-90 Minuten schläft sie ein. Gedachtes Brustklopfen. Ich sage dann: Klammerblues mit Kind statt Papas Gorilla-Workout. Die Kleene. Anspruchsvoll, aber kein Schreibaby. Hochsensibel und regulationsgestört. All das sagt die Wissenschaft. Dem Kind einen Namen geben, das ist eine Herkules-Aufgabe. Eltern wissen das. Die Wissenschaft scheitert an dieser simplen Übung, wie sie auch an sich selbst scheitert. …