Alle Artikel mit dem Schlagwort: Geburt

powpow

Das Teenager-Baby

Eine Premiere, denn dies ist der erste Artikel von der Mama der Kleenen. Ab sofort ist der Weddinger Berg kein klassischer Papa-Blog mehr, sondern ein grenzübergreifender Elternblog, für den beide Elternteile über ihre Erfahrungen schreiben. So lasset die Revolution beginnen. Dieser Eintrag ist mehr etwas für alle Eltern, die sich noch auf ihr Baby freuen dürfen. Diejenigen, die sich bereits darüber freuen (*räusper*), die werden mir zustimmen. Oder aber alles dementieren. Man „vergisst“ ja auch einiges. Oder sagen wir verdrängt. Einige wollen auch auf sadistische Weise beobachten, dass es denen, die nach ihnen (nieder)kommen auch nicht besser geht.

Park

Das Kind beim Namen nennen

Eine alte, leicht abgewandelte Amateurfußballer-Weisheit besagt: nach dem Countdown ist vor dem Countdown. Und vielleicht ist dieser Countdown der wichtigste von allen, denn dieser eine bestimmt die gesamte Zukunft aller Beteiligten und aller bisher Unbeteiligten aller sieben Königreiche. Das Kind braucht einen Namen, auf das es bald regieren könne. Der ausgedehnten Vorbereitung sprich Schwangerschaft geschuldet, nicht zu vergessen der aufdringlichen Verwandtschaft glaubt man sich auf diesen Countdown vorbereitet. So, als ob man jemals wüsste, was von einem als Eltern, als Vater erwartet würde. Als ob Gewißheit nichts weiter wäre, als ein dünnes Winterlaken. Nur eines, das ist klar: the show must go on, und zwar yeah yeah. Das Namens-Orakel Das im Virchow(-Klinikum) das namensverantwortliche Standesamt eine Außenstelle hat, erhöht den Adrenalinspiegel plötzlich und unerwartet deutlich. Was passiert hier? Ich brauche mehr Licht. Und mehr gewürzten Wein. Meine Arbeit hat mich gelehrt: Sobald es auf Papier geschrieben steht, ist es wahr, dann ist es real, dann ist es unumkehrbar. Die Geburt war bereits real. Zumindest bin ich mir dessen sicher, als sie vorbei ist. Und mit …

Hechelkurs und Hebamme

Dienstag, 19:00h. Längst ist die Sonne untergegangen. Zeit für den Informationsabend im Virchow-Klinikum. Chefarzt, Stationsleitung, in die Jahre gekommener Laptop mit Power-Point-Präsentation. Allesamt ächzend. Im Publikum eine schwangere Frau. Ganz allein, ganz ohne Partner. Und siehe, auch das überhebliche Mitleid der Komparsen aller Sitzreihen hinter ihr hatte sich eingefunden. Das Ensemble schien komplett, der Hörsaal ausverkauft. Ich blättere in meinem Programm. Erster Aufzug. Seine Exzellenz versichert, 90% der Väter seien bei der Geburt ihres Nachwuchses im Kreißsaal präsent. In der Höhle des Löwen. Uns erschien das aus diffusen Gründen immer unpassend. Ich blättere weiter und warte geduldig auf die Getränkekarte. Unauffällig. Seitdem wir wussten, dass wir das Freilos für die Arena des Elternseins gezogen hatten, war uns beiden klar, dass wir diese wundersame Welt nicht unnötig mit geburtlichen Details belasten wollten. Mythisch und aufregend sollte sie bleiben. Welch guter Plan. In der Theorie. „Ein Sonntagskind“ war in dieser Theorie nicht vorgesehen.

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Ein Sonntagskind: Entbindung auf der Zirkusstation

Samstag, der 05. April 2014. Das war der am häufigsten errechnete Geburtstermin für unsere Tochter. Ausgerechnet an Kurt Cobains 20. Todestag sollte sie also auf die Welt kommen und ganz klamm und heimlich wollte mir das ja gefallen. Ein cooles Datum, das ich mir zudem leicht merken hätte können. Bei unserem Glück jedoch würde das Kind wahrscheinlich am 1. April, nämlich als Aprilscherz auf die Welt kommen. Auch das hätte irgendwie gepasst. Dann kam es aber doch alles ganz anders.