Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erziehung

Kind isst selbständig

Blogparade: „Mein Kind kann das schon alleine“

Das Baby brüllen lassen, anstatt es allzu sehr zu verwöhnen? Alex von Papaleaks hat nun eine Blogparade gestartet, in der es um ungefragte Erziehungsratschläge geht. Oder wie Eltern es nennen: Ratschläge direkt aus der Hölle. „Mein Kind kann das schon alleine“ lautet denn auch der passende Paradentitel. Für mich ist dieser Satz die Erinnerung, dass meine Zweijährige bereits mehr von der Welt, von mir und von sich selbst versteht, als ich ihr manchmal zugestehen mag.

Moderatorin von Super-Papa Zeichnung

nano Spezial: 3SAT sucht den „Super-Papa“

3Sat sucht den „Super-Papa“ Dieses Mal war es an dem Schweizer Medienformat „nano“, den ominösen, modernen Vater zu finden und ihn zu charakterisieren. Während die Vorschau noch unerträglich daher kommt („Wann ist der Mann ein Mann?“), glänzt der erste Teil der Reportage durch fehlende Quellenangaben und gefährliche Belanglosigkeiten („Sind schlechte Väter einfach Opfer ihrer Hormone?“). Erst im letzten Drittel nimmt das Ganze fahrt auf. Nur das mit dem maternal gatekeeping, das hätte reflektierter anstellen können. Und auch sonst fremdel ich mal wieder mit der schweizerischen Art der Präsentation! Eine launische Medienbetrachtung. Das nano Spezial „Super-Papa“ Wir starten in das Thema Vaterschaft in Deutschland mit einer Rückschau auf den eigenen Vater, also den klassischen Ernährer, der tagsüber eher durch häusliche Abwesenheit glänzte. Es folgt u.a. ein buntes Sammelsurium an Zahlen und Fakten, deren Quellen aber nicht weiter genannt werden („laut einer deutschen Umfrage“). Schade eigentlich. Immerhin decken sie sich so ganz entfernt mit den Zahlen, die mir von Destatis und den jüngsten Väterstudien aus eigener Anschauung bekannt sind. Der Super-Papa und die Teilzeit-Statistik Interessant wie niederschmetternd …

Am Frust arbeiten

Es war einmal.. ein Vater ohne Frust

Als frischer Vater wird man ganz plötzlich ruhig und ausgeglichen. Von jetzt auf gleich. Man tritt aus dem Kreißsaal, man schaut nach links, schaut nach rechts und ehe man sich versieht, wurde man von einer fliegenden Elfe mit Zauberstab verzaubert. Der Mann wird die Ruhe selbst, er wird zum Fels in Brandenburg. So ein kleines brüllendes, Kind, das gibt ihm von nun an Kraft und Ruhe. Selbst dann, wenn er mehr als acht Stunden am Tag gar nicht zu Hause beim Kinde weilt. Oder vielleicht auch gerade deswegen? Donnerwetter. Aber stimmt das wirklich? Vater ohne Frust? Wird man als Vater plötzlich ruhiger? Gerne behaupten familienfreundliche Personaler ja diese Mär und ihre Untergegebenen plappern es ihnen gerne nach. Aus eigener Erfahrung bin ich mir in der Hinsicht jedoch nicht so sicher.

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6 Erziehungstips aus „The Walking Dead“

Anfangs war ich von „The Walking Dead“ ja nicht so angetan und habe nach drei Folgen wieder abgebrochen – hauptsächlich wegen Lori Grimes. Als ich es nochmal probierte, brauchte es bis zu ersten Folge der zweiten Staffel – als Sofia im Wald verschwand. Das war mein Moment, ich war #angeflixt. Seit letzter Woche läuft nun endlich die sechste Staffel „The Walking Dead“. Grund genug, mal darüber nachzudenken, was man als Vater eigentlich von der Zombie-Serie lernen kann. Also außer, dass man seine Tochter besser nicht allein im Wald zurück lässt. Oder? Achtung Spoiler: Wer die ersten fünf Staffeln der Serie nicht gesehen hat, sollte jetzt zu katzenflausch.de wechseln oder eben auf Netflix fünf Staffeln am Stück nachstreamen.

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Prügelstrafe? Gewalt gegen das eigene Kind? Niemals,.. oder?

Ich wurde von vom Bloggerkollegen dads-finest bzw. Sven dazu eingeladen, mich zum Thema Prügelstrafe bzw. Gewalt gegen Kinder zu äußern. Meine Position zu beidem ist jedoch so perlenklar, man könnte sie in einem einzigen Satz zusammenfassen und hätte dennoch alles gesagt. Da mir das Thema immer wieder in meinem Alltag begegnet, ergeben sich für mich dann aber doch noch einige Fragen.

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Der Ernst des Lebens nach Mutterschutz & Elternzeit

Kinderlose können sich das wahrscheinlich schwer vorstellen, aber einen Wecker stelle ich mir schon lange nicht mehr. Seitdem ein Tochtertier im Familienbett nächtigt, hat sie des Weckers Daseinsgrundlage, nämlich den Schlaf kurzerhand abgeschafft. Eltern kennen das Phänomen nur zu gut. An diesem besonderen Morgen sind Tochter und ich bloß noch zu zweit. Das kann nur eins bedeuten: Ja, mit dem Ende von Mutterschutz und Elternzeit hat auch für mich der Ernst des Lebens begonnen.

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Das erste Jahr mit der Vaterrolle

Wie schnell dieses erste Vaterjahr doch an mir vorbei gezogen ist. Fast noch schneller als das Jahr davor, als ich noch Nichtvater war. Nicht ganz so unbemerkt wie sonst vielleicht und vielleicht auch nicht ganz so spurlos, denn: Heute bin ich deutlich müder als jemals am Jahresende zuvor. Oh, all die tollen Momente, in denen ich besser hätte schlafen sollen. Aber wer schläft, der erlebt diese tollen Momente nicht. Ein teuflischer Kreis.