Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ernährung

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Wird aus mir ein Bento-Box Papa?

Eine Erbsenexpedition durch den gefährlichen Kartoffelstampf-Canyon? Einaugen-Möhrchen, die Pastinakenherzen aus dem Brechbohnengefängnis befreien? Oder Knusperbrot in exotischer Marienkäferoptik? Profi-Essens-Verschönerer nutzen eine so genannte Bento-Box für ihre Anrichtekunst. Diese Boxen mit den vielen Fächern werden dann mit allerhand Gesundem befüllt und zwar so, dass es gar nicht mehr gesund aussieht, sondern dem Zuschauer witzig und verspielt erscheint. Das Essen kann dann auch mal die Form von wütenden Dinosauriern, von Fabelwesen oder gar Computerspiele-Figuren annehmen. Toll. Ich selbst habe dem ganzen Verschönerungs-Treiben bisher nur wenig Aufmerksamkeit beigemessen. Als Vater einer, sagen wir mal, ausgesucht essenden Tochter, erwische ich mich mittlerweile aber immer öfter dabei, wie ich genau das auch tue: Ganz automatisch und ohne darüber nachzudenken, versuche ich ihr Essen ein klein wenig kreativer anzurichten. Aber ist das überhaupt richtig? Sollte man Lebensmittel zu Spielgerät werden lassen? Weckt das nicht völlig falsche Erwartungen? Geht es von nun an steil die Essenspyramide hinab?

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Essen mit Kleinkind: Wenn Eltern eskalieren

Wer hat diese Szene in der eigenen Kindheit nicht mindestens einmal über sich ergehen lassen müssen. Nach einem viel zu kurzen Tag sitzt man schon wieder beim Abendessen. Hunger? Fehlanzeige. Außerdem gibt es weder Pommes noch Pizza, sondern statt dessen die große Enttäuschung namens Spinat. Oder schlimmer noch: Fenchel! Und irgendwann dann kommt genau dieser eine Spruch, der die Situation eskalieren lässt: „Wenn Du nicht aufisst, dann wird es morgen regnen!“ Wäre Familienleben ein Kinofilm, der passende Titel müsste jetzt lauten: Regen, Teil II – Ein Elternteil eskaliert.

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Die Rügenwalder Mühlen Schnitzel im Nomnom-Test

– Produkttest – Werbung – „Na komm, Junge! Mal so’n ordentliches Schnitzel in die Pfanne hauen! Das fehlt Dir noch, ne!“ – Eindeutige Antwort: „Hm, ach nein!“ Es fehlt mir ganz und gar nicht, denn es gibt auf dem Markt mittlerweile ausgezeichnete Veggieschnitel Alternativen. Eine davon möchte ich euch heute vorstellen: Die neuen Rügenwalder Mühlen Schnitzel. Auch als Pflanzenblatt erprobter Vegetarier verspüre ich manchmal den heißhungernden Wunsch, mir einfach mal ganz unkompliziert ein schön paniertes Bratenstück auf den Teller zu kloppen. Daumendick und goldgelb paniert am liebsten. Eben so, wie meine Vorfahren und ihre Vorfahren sowie ihre Vorfahren davor es getan haben – wenn sie nicht vorher von den Wölfen gefressen wurden.

MrLapinsky

Aus Muttersicht: Das Baby vegetarisch ernähren?

Auf dem Gebiet der Baby- und Kinderernährung begibt man sich auf dünnes Eis, wie mir scheint. Es beginnt  bereits bei der Frage „Stillen oder Flasche?“ und geht dann weiter mit der Frage „Langzeitstillen, Brei oder BLW (baby led weaning)?“ Und jeder möchte mitreden. Aber es ist noch nicht genug, dass man sein Umfeld mit den verschiedenen Breien belastet, die nach Möglichkeit bitte keinen zusätzlichen Zucker enthalten sollten. Nein. Wir gehören zu der ganz miesen Sorte Eltern. Wir sind Vegetarier (im Film käme hier ein eingespielter Schrei, Blitz und Donner).

Aus Vatersicht: Das Baby vegetarisch ernähren?

Manche Themen präsentieren sich wie das rosa Kaninchen aus der Batteriewerbung. Ganz so, als wären sie Dauerläufer, ja Wiedergänger geradezu, denn sie laufen und laufen und laufen. Ja, wohin laufen sie denn? Und wieso ist das Kaninchen in der Werbung überhaupt rosa? Warum ist es nicht weiß? Immer dann, wenn man also glaubt, diese ewigen Themen abgeschüttelt zu haben, just in diesem Moment tauchen sie unverhofft wieder auf. Man weiß nicht, ist man der Hase, ist man der Igel oder Opfer des Privatfernsehens und einer schlecht versteckten Kamera? Des Pudels Kern, atmet man durch, setzt sich kurz hin und spricht mit ihm, mit dem rosa Kaninchen, mit dem Igel und dem Hasen, es stellt sich heraus, die sind alle total nett und das alles ist nur ein großes Mißverständnis. Ernährung als Schlüsselkind Das Thema Ernährung, es war gar keins. Selbst für ein Mißverständnis hat es in meiner Kindheit nicht gereicht. Ich habe entweder Fertigessen oder Fremdgekochtes zu Gesicht bekommen. Meine Mutter war alleinerziehend und arbeitete für uns beide. Das Thema Essen blieb dabei zuweilen auf …