Alle Artikel mit dem Schlagwort: Eingewöhnung

Eingewöhnung

Nach drei Monaten Eingewöhnung

Irgendetwas scheint mit dem Wort ‚Eingewöhnung‘ nicht zu stimmen. So oft höre ich, wie sie scheitert, wie sie abgebrochen werden muss oder wie sie einfach nur stagniert. Warum das so ist, vermag ich nicht zu sagen. Je öfter ich jedoch davon höre, desto dankbarer bin ich, dass es bei uns anders verlief. Vielleicht ist ‚Eingewöhnung‘ auch einfach nur der falsche Begriff, der seinerseits völlig falsche Erwartungen schürt. Das Kind gewöhnt sich nicht einfach daran, regelmäßig von Menschen außerhalb der Familie betreut zu werden. Es lernt, sich auch ohne Eltern sicher fühlen zu können. Und Sicherheit ist Vertrauen ist Gefühlssache.

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Ein kurzes Plädoyer für die Eingewöhnung mit Papa

Es ist ein vertrautes Ritual geworden. Jäckchen anziehen, Bären schnappen und dann den Knopf an der großen Laterne drücken, Tram gucken, die Straße runter laufen bis sich irgendwann endlich die blaue Tür zum Kinderladen öffnet. Seit sechs, vielleicht seit sieben Wochen beginnt jeder Morgen unserer neugegründeten Papa-Tochter-Gang mit dem Gang in die Eingewöhnung. Jedenfalls befand ich mich bis vor kurzem noch in diesem Glauben. Doch als ich zufällig das Protokoll der Erzieher zu lesen bekomme, prangt dort schwarz auf weiß:“Kleene.. eingewöhnt!“ K.O. in der zweiten Runde. Gerade eben erst an den Gedanken gewöhnt, hätte ich mich gut und gerne noch ein wenig länger mit meiner Tochter morgens eingewöhnen können. Und jetzt soll das alles aber schon wieder vorbei sein? Wehmut kommt auf. Nach meinen jüngsten Erfahrungen beginne ich mich bald schon ganz leise zu fragen, warum sich eigentlich nicht sehr viel mehr Väter an der Eingewöhnung ihres Kindes beteiligen? Liegt darin nicht eine riesige Chance? Mir und meiner Tochter hat es jedenfalls ganz viel gebracht. Zeit also für ein kurzes Plädoyer für die Eingewöhnung mit …

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Eingewöhnung aus Papa-Sicht – Die letzte Woche?

Meine vierte Woche in der Eingewöhnung. Die Stammeshäuptlinge haben entschieden, mich in ihrer Gruppe zu akzeptieren. Ihr Anführer gibt zu erkennen: Ich darf bleiben. Und auch die weibliche Anführerin – die, die keine Männer mag – auch sie schmaucht von unserer Friedenspfeife. Das Kriegsbeil, so scheint’s, ist erst einmal beiseite gelegt. Es ist nicht begraben wohlgemerkt. Kinder sind nämlich sehr nachtragend. Der Anführer hat indes seine Krallen in mich gefahren und führt mich wie eine Trophäe durch die Räume. „Seht her, was ich erlegt habe, einen Vater. Er macht, was ich sage, sehet!“ Ich tue wie mir geheißen und tanze den Mammut-Dance – auf allen Vieren. Alles wie immer eigentlich, konzentrieren wir uns also auf’s Wesentliche: Was gibt’s eigentlich zum Mittagessen?

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Eingewöhnung aus Papa-Sicht: Ruhe statt Stresslevel

Aufgrund unvorhergesehener Ereignisse war die dritte Eingewöhnungswoche um einen Tag verkürzt. So endete sie also nicht wie üblich Freitag Nachmittag, sondern schon Donnerstag nach dem gemeinsamen Mittagessen im Kinderladen. Es gab Kartoffelauflauf mit Kokos-Kürbiskernaroma. Aber auch sonst hielt die dritte Woche einige eher unangenehme Überraschungen parat. Beruf und Eingewöhnung zum Beispiel. Beides ist nur schwer unter einen normalgroßen Fingerhut zu bringen. Kinder aber haben leider ein sehr feines Gespür für Papas Stresslevel und vor allem Zeitdefizit. Die Erkenntnis der dritten Woche ist also: Lieber 15 Minuten zu spät bei der Arbeit, als ein hektisch abgestelltes Eingewöhnungskind. Oder wie ich es nenne: Tu Dir selbst den Gefallen und entspann‘ Dich!

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Eingewöhnung aus Papasicht: Zwischen Verabschiedung und Vogelwahn

Morgens um 10:00h hat das Drama längst begonnen. Wilde Laute werden ausgestossen, Bauklötze hinfort geräumt, Reviere markiert, sobald der fremde Vater Kinderladen-Territorium betritt. Eigentlich wird jedwedes Spielzeug, dass sich auch nur in den Hauch meiner Nähe verirrt unter wildem Geschrei wieder weggefummelt. Gestatten, ich bin der Papa in der Eingewöhnung. Der Ton in der zweiten Woche ist deutlich rauer geworden. Und doch läuft die Eingewöhnung meiner Tochter sehr viel entspannter als erwartet. Naja, fast jedenfalls.

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Eingewöhnung aus Papa-Sicht – Die erste Woche

Seit einer Woche gehen meine Tochter und ich in die Kita, oder besser gesagt: in den Kinderladen. Wir beide müssen uns ja erst einmal eingewöhnen und mit ganz neuen Umgebungen zurecht kommen. Insgesamt ist für die Eingewöhnung ein Zeitraum von drei Wochen vorgesehen. Ich werde am Ende jeder Woche kurz über ihre und meine Eindrücke berichten. Das Thema der ersten Woche: „Papa macht die Eingewöhnung? Ach, wir betreten doch alle Neuland!“ Viel Spaß.

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Plötzlich Kita-Kind-Papa

Als Elternteil gibt man sich anfangs vielen naiven Gedanken hin. Dass das Baby nach einigen Wochen in seinem eigenen Bettchen schläft, ist nur einer davon. Oder das man nach einem Jahr wieder arbeiten geht, weil das Kind ja dann fröhlich in die Kita hüpft. Wie heißt es so schön: Pustekuchen! Mittlerweile ist meine Tochter eineinhalb Jahre alt und die Zeit bis hierhin verging beinah wie im Sturzflug. In sechs Wochen sollte sie endlich mit ihrer Kita-Eingewöhnung beginnen. Nun wurde aber ganz überraschend das ganze Prozedere um vier Wochen vorverlegt. Das bedeutet: In einer Woche schon bin ich Vater eines Kita-Kindes. Oder ist es in Wirklichkeit meine eigene Eingewöhnung und meine Tochter ist bloß die Begleitung? Ein große Frage bleibt: Bin ich überhaupt schon soweit?

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Wenn Katze und Kleinkind aufeinander treffen

Vier weiße Pfötchen, ein geknicktes Ohr und der heimliche Appetit auf kleine Knabberhäppchen aus der Knistertüte. Ja, wie die Jungfrau Maria zum Kinde, so sind wir ganz plötzlich nicht nur Menschen-, sondern nun auch Katzeneltern geworden. Ich mag Haustiere, ich mag Katzen. Was aber, wenn ganz unverhofft Kleinkind und arrivierte Katzendame aufeinander treffen? Zum Beispiel, weil die Freundin ein 15 Jahre altes Katzenexemplar von der Arbeit mitgebracht hat. Passen kleiner Mensch und kleines Fellknäuel überhaupt zusammen? Ein unverhoffter erster Eindruck vom Treffen der Generationen.