Alle Artikel in: Rezensionen

Eine Reihe von Rezensionen über Romane, Fach- und Kinderbücher.

Johannes Ehrmann

Johannes Ehrmann und der große Wedding-Roman

Bis vor kurzem noch im renommierten „Wedding-Blog“ des tagesspiegels aktiv, präsentierte Johannes Ehrmann im Eichborn Verlag Anfang März mit „Großer Bruder Zorn“ seinen großen Abschluss des Weddinger Abenteuers – so scheint es jedenfalls. Oder ist es bloß ein Berliner Roman, der rein zufällig im Wedding spielt? Ich habe den Roman gelesen und war trotz Skepsis positiv überrascht.

Jesper Juul Leitwölfe sein

Jesper Juuls „Leitwölfe sein“ – Ein Lesebericht

Dass es in Brandenburg wieder Wölfe gibt, ist hinlänglich bekannt. Geht es nach dem dänischen Familienexperten Jesper Juul, dann sollten sie bald auch in unseren Stadt- und Familienzentren Einzug halten. „Leitwölfe sein“ lautet der Titel seines aktuellen Buchs. Im Rahmen der mytoys-Blogparade „Leitwolf oder Kuschelkurs – Was brauchen Kinder?“ habe ich reingelesen und frage: Sollte man diesen Ratgeber wirklich gelesen haben? Ein Lesebericht.

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Rezension: Nina Massek „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“

Meine Lieblingskollegin und -bloggerin Nina Massek vom Blog Frau Mutter hat sich in ihrem Buch über die typischsten Flunkereien von Eltern ausgelassen und.. hey, Moment mal! Eltern flunkern? Also ich halte es ja wie die kleine Viktoria aus dem Buch und sage entschieden:“Nein!“ Nein, liebe Kinder, Eltern flunkern gar nie, das weiß ich genau. Und ich muss es ja wissen, ich bin schließlich selbst Vater. Und wenn die Kindermusik abends schon schläft, dann schläft sie eben schon. So ist das nun mal. Indianerehrenwort. Also Achtung, liebe Kinder: Das Buch „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ ist streng wissenschaftliche Literatur, hat überhaupt keine Bilder und ist auch sonst total öde. Sowas finden wirklich nur langweilige Erwachsene gut. Die dafür aber umso mehr. Ein Wahrheitsbericht.

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Buchrezension und Verlosung: „Organic Cooking – Das Familienkochbuch“ von Sabine Huth-Rauschenbach

Ich mag Kochbücher. Vor allem mag ich es, die schön hergerichteten Bilder darin anzuschauen und zu denken:“Toll, das möchte ich auch mal ausprobieren!“. Ich muss aber gestehen, allzu oft kommt es erst gar nicht dazu. Mal sind mir die Rezepte zu kompliziert, mal wüsste ich auch gar nicht, woher ich die teils exotischen Bestandteile herbekommen sollte? Was soll ich sagen, ich komme aus einfachen Verhältnissen. Als Vegetarier betreibe ich das Kochspiel am liebsten freihand, ganz nach Lust und Laune. Seitdem ich Vater einer am Tisch essenden Tochter bin, stellen sich mir am heimischen Herd wiederum ganz neue Herausforderungen: Wie verwerte ich Essensreste am besten? Wie bringe ich dem Kind ganz entspannt saisonale Lebensmittel näher? Gesund soll es natürlich sein, nur wie? Gründe genug für mich, mir das neue Familienkochbuch „Organic cooking“ der zweifachen Mutter Sabine Huth-Rauschenbach einmal genauer anzuschauen. Im Untertitel heißt es vollmundig: „Saisonal, regional – einfach genial!“ Ist es also vielleicht genau die Art von Kochbuch, das mir als Vater noch gefehlt hat?

Patricia Cammarata by Eva Stolz

Rezension: Patricia Cammarata „Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe“

Patricia Cammarata, vielen durch ihren Blog dasnuf.de schon bekannt, hat endlich ein Buch veröffentlicht: „Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe“. Hinter diesem vielversprechendem Titel versteckt sich bereits eine kleine, tiefenentspannte Familienanekdote. Diese werde ich aber natürlich nicht und unter gar keinen Umständen hier sofort hinausposaunen. Es lebe die Spannung. Und ganz besonders natürlich die Entspannung. Insbesondere für letzteres ist die Arschbombe, Entschuldigung, gemeint ist natürlich das Buch, besonders geeignet. Cammaratas Buch sagt nämlich nicht:“Lies mich und höre nie wieder auf, bis Du mich zu Ende gelesen hast und oh übrigens, Jon Snow stirbt am Ende, sorry!“ Cammaratas Buch sagt:“Hey, mach’s Dir bequem, schenk nochmal nach, jetzt bin ich ja da und nu lach‘ ihn raus, den ganzen Mist!“

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Persönliches zu Jochen Königs Buch „Mama, Papa, Kind?“

Als teils alleinerziehender Vater einer Tochter, beschreibt der Autor Jochen König auf intime Weise, was Familie für ihn selbst bedeutet und warum er sich bei seinem zweiten Kind Lynn gegen das Modell der bürgerlichen Kleinfamilie und für das der Drei-Elternschaft entschieden hat. „Mama, Papa, Kind? Von Singles, Co-Eltern und anderen Familien“ lautet der Titel seines neuen Buches. Ein ungewöhnliches Buch, das auch andere Väter lesen sollten.

Löffler, Ich kann da nicht nüchtern hin

Falko Löffler, Ich kann da nicht nüchtern hin. Familienfeiern und wie man sie überlebt

Ein Buchtitel wie für gemacht für mich. Familienfeiern waren und sind mir mehr denn je ein Graus. Auf 250 Seiten gibt Autor Falko Löffler dem Familienfeiern geplagten Vater (lies: mir!) umfassend Werkzeug an die Hand, um für alle unausweichlich hereinbrechenden Feste zukünftig gewappnet zu sein. Aber: Ist das denn überhaupt möglich?