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Ein Rauchmelder für ein sicheres Zuhause

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Meine Großmutter sagt:“Zweimal umziehen ist wie einmal abgebrannt!“ Ich selbst bin schon über Zwanzig Mal in meinem Leben umgezogen, also zehn Mal schon.. aber ach, lassen wir das. Meiner Mutter hingegen ist vor einigen Jahren in der Vorweihnachtszeit tatsächlich der Adventskranz in Flammen aufgegangen – und mit ihm die gesamte Inneneinrichtung. Sie weiß von uns dreien am Besten, was es bedeutet, von unabsichtlichen Bränden betroffen zu sein. Für ein sicheres Zuhause hat sie nun einen Rauchmelder an der Decke anbringen lassen.

Der Feuerunfall meiner Mutter war nur einer von zirka 12.000 im Jahr. Mit einem Rauchmelder wäre ihr diese brenzlige Situation wahrscheinlich früher aufgefallen und die Feuerwehr wäre vielleicht auch schneller vor Ort gewesen. Zum Glück ist damals niemand zu Schaden gekommen. Der Schock saß meiner Mutter dennoch für einige Zeit noch in den Knochen. Das kann ich gut verstehen. Erst vor einigen Wochen bin ich mit meiner Tochter in den Park gegangen – den Topf Nudeln köchelnd auf dem Herd stehend. Die Tür fiel hinter uns zu, der Topf verschwand aus meinen Sinnen und so kehrten wir erst nach über einer Stunde zurück in Etwas, dass genauso gut als Kulisse für den vierten „Herr der Ringe“-Teil hätte herhalten können: Als das komplett verrauchte Mordor – bloß ohne Orks.

Rauchmelder können helfen

Wir wohnen in einer Altbau-Wohnung, Deckenhöhe zwischen drei und vier Metern. In Berlin herrscht keine gesetzlich geregelte Pflicht für die Anbringung von Rauchmeldern in Wohnungen. Damals habe ich schon darüber sinniert, wie es wohl gewesen wäre, hätten wir einen einen Rauchmelder an der Küchendecke gehabt. Hätte er überhaupt angeschlagen? Hätten die Nachbarn aufgrund des Alarmtons die Feuerwehr gerufen? Wäre das überhaupt nötig gewesen? Vielleicht, denn die Glut stand schon im Topf. Viel hätte also gar nicht mehr gefehlt, bis aus den Funken im Topf ein flammendes Inferno geworden wäre. Dass man in der Küche eher vorsichtig mit Rauchmeldern sein sollte, weiß ich mittlerweile. Ich denke aber, unsere Küche wäre groß genug, um etwaige Rauchmelder durch Kochdunst nicht weiter zu irritieren.

Als Vater eines Kleinkind begleitet mich das Thema Sicherheit im Haushalt immer wieder. Für meine Freundin ist die Sachlage dagegen eindeutig: Sie wünscht sich einen Rauchmelder, vielleicht auch zwei, nämlich einen in der Küche und: Natürlich einen im Kinderzimmer. Fehlt nur noch der im Flur. Verübeln kann ich ihr diesen Wunsch nicht, zumal es den „Stiftung Warentest“-Testsieger von 2013 mit 10 Jahren Laufzeit bereits für knapp unter dreißig Euro zu erstehen gibt. Für mich aber ergeben Rauchmelder nur dann wirklich Sinn, wenn sie miteinander verbunden sind. Wenn es im Kinderzimmer brennt, will ich es im Schlafzimmer hören können. Aus gegebenem Anlass finde ich es gut, wenn ich auch unterwegs darüber informiert werde, ob es zu Hause raucht oder brennt. Entsprechende Smarthome-Lösungen, die sich per App oder SMS bemerkbar machen, gibt es. Sehr zur Freude meines väterlichen Elektronikherzens.

Mittlerweile weiß ich, dass unabsichtliche Brände zu den typischen Haushaltunfällen gehören. Ungefähr drei Millionen Mal kommt es im Jahr zu einem Haushaltsunfall. Häufig mit Kindern. Statistisch ist der Haushalt für Kinder sogar gefährlicher als der hiesige Straßenverkehr. Wer einmal an einer Berliner Kreuzung gestanden hat und den Autoverkehr der Hauptstadt kennt, der weiß also, wie viele Gefahrenquellen im eigenen Haushalt tatsächlich lauern müssen. Einerseits. Auf der anderen Seite kann man sein Kind natürlich nicht vor allem Übel und Unvorhersehbarem beschützen. Dennoch möchte ich alles tun, damit es bei uns Zuhause für meine kleine Tochter und für uns sicherer wird, oder anders gesagt: Entspannt bleibt. Also Reinigungsmittel und Messer außer Kindesreichweite geschafft, Steckdosen entsprechend gesichert. Das ist ein Anfang. Viele weitere und wertvolle Hinweise sowie Maßnahmen für ein sicheres Zuhause sind auf der Webseite http://bit.ly/smartwohnen noch einmal schön zusammen gefasst. Mir hat es geholfen, euch vielleicht auch.

3 Kommentare

  1. Ich möchte mal ein bisschen klugscheißern ☺ als ehemalige Feuerwehrfrau und Feurwehrmann -Ehefrau

    Ein Rauchmelder wird eigentlich niemals in der Küche angebracht, weil der eben bei jeder qualmenden Pfanne anschlägt.. bei einer deckenhöhe von 3m müsstest du immer ganz schön klettern, biste den aus hast.

    In der Regel werden Rauchmelder in den schlafräumen, Wohnzimmer (arbeitszimmer) und allen wichtigen durchgängen (sprich flur/diele) angebracht – Bad und Küche sind nicht auszustatten..

    Es empfiehlt sich auch, etwas mehr Geld auszugeben und drauf zu achten, das es eine 10jahres Garantie auf die Batterie gibt- also laufzeittechnisch.. unsere haben knapp 30 € gekostet. Wir hatten bisher noch keinen einzigen Fehlalarm in den letzten vier Jahren.. nur einmal zuviel gequalmt beim Grillen auf dem Balkon 😂

    Ich hab dazu letztes Jahr im Oktober gebloggt, im Rahmen meines Blog-Geburtstages..

    LG Nicola

    • Ha vielen Dank für Deinen Input, Nicola.

      Die Küchenproblematik ist mir ja bewusst, hatte sie bloss nicht explizit im Artikel erwähnt. Hab’s jetzt aber doch ergänzt. Gleiches gilt für die 10 Jahre Laufzeit. Es gibt mittlerweile Rauchmelder, deren Alarm man bequem mit einem Besenstiel deaktivieren kann. Ansonsten wüsste ich auch gar nicht, wie ich an unsere Decken kommen sollten.

      Wie gesagt, das Thema Vernetzung ist mir wichtig. Wenn also ein Rauchmelder im Kinderzimmer anschlägt, dann möchte ich, dass auch der im Schlafzimmer das tut. Unsere Wohnung ist wirklich groß. Auch eine Anbindung an ein smarthome finde ich reizvoll, aber das würde ich wahrscheinlich erst in Betracht ziehen, wenn wir in unser eigenes Haus ziehen (sollten).

      Liebe Grüße und wie sagt mein bei der Feuerwehr: Einen schönen Abend :)
      Johnny

  2. Pingback: Sonntags-Lektüre: Die Blogperlen aus KW 36

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