Papa-Blog
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Vom Wedding zum Wannsee – Ein blomm-Bericht

fireworks

Der kleene Junge aus’m Wedding, dit bin ick. Zu Gast am Zaun der Großen, zu Gast bei den Reichen und den Schönen, wobei ich letzteres gar nicht so recht beurteilen kann, denn die Mühe, über die Mauern der Villen zu schauen, die habe ich mir gar nicht gemacht. Auf dem Weg vom Bahnhof Wannsee treffe ich eine ausgesprochen nette Buche und ich erweise ihr die Ehre, einige ihrer Eckern aufzusammeln, sie zu öffnen und zu verknuspern. Sorry, Eichhörnchen, aber der Winter kommt. Und was man hat, hat man. Das pflegt zumindest meine Oma immer zu sagen. Berlin ist ein Dschungel und Oma hat immer recht.

Torwächter und Schubkarre

Am großen Tor zu Wannsee angekommen, begegne ich einer Art Torwächter. Er fragt nach der Parole und ich halte kurz inne. „Und sie sind auch Mompreneur!“ wundert er sich noch. Und bevor ich weiß, was und warum ich es tue, greife ich nach diesem Strohhalm und erwidere eindeutig „Ja“. Ja? Danach wird’s ein wenig nebulös, aber Natascha von den Frechen Früchten wird die Situation für die zuständigen Behörden bei Bedarf sicherlich minutiös rekonstruieren können. Irgendwas mit „Bart“ werde ich wohl zusammengestoppelt haben. Sinnbefreit, wie ich das halt immer so mache. Was man nicht alles tut, wenn man bereits am Eingangstor steht, denk ich noch. Viel Zeit zum nachdenken bleibt mir aber nicht. Blomm wartet.

Die Sahnecreme der Mamablogger und Mompreneurs im tiefen Westen Berlins versammelt. Tja, und dann gibt es noch mich: Nonpreneur, Amateur und Papablogger. Ja, als Papablogger falle ich wahrscheinlich auf, werde meines Platzes an der Sonne jedoch abrupt wieder beraubt. Der bereits erwähnte Torwächter betritt die Szene. Er hat mich zum Verbündeten auserkoren. Warum auch nicht, denk‘ ich. Ich bin ein guter Verbündeter. Ehe ich mich umschauen kann, stehe ich nicht mehr auf meiner Bühne am Goldfischteich, sondern schiebe eine Schubkarre voll mit Eis. Moment, eine Schubkarre? Ja, eine Schubkarre. Wenn Menschen mich fragen, was ich am Wannsee getrieben habe, werd‘ ich antworten:“Ich habe eine Schubkarre geschoben!“ Die Schubkarre ist meine Wassermelone. Ich habe eine Wassermelone getragen. Ich bin Johnny und Baby in einer Person. Am Wannsee scheint plötzlich alles möglich.

Wo ist die Zeit geblieben?

Meinen Platz finde ich, ganz freiwillig, auf einer schönen Treppe schlussendlich. Eine Art stille Treppe ist’s, denn rundherum wird viel getanzt. Weniger mit kreisenden Hüften, umso mehr mit kreisenden Worten. Und das sehr eindrucksvoll. Mit all jenen Menschen einen schönen Abend verbracht zu haben und vielleicht einen kleinen Teil dazu beigetragen zu haben. Das Gefühl, als würde man jemanden kennen, obwohl man ihn zuvor nie getroffen hat. Eigentlich eine schöne Vorstellung. Mehr in diese leicht surreale Welt einbringen möchte ich mich. Real und virtuell. Das ist ein Fazit des Abends. Einem Abend, der dringend einer Wiederholung bedarf. Und dann noch einer.

Mehr Zeit zu haben. Mit Patricia. Mit Sonja. Mit Dajana und Christian am Kamin. Mit Anne-Luise von Große Köpfe. Mit der späten Sarah von librileo. Der Mutter der Tollas, nicht bloß am Feuerwerk. Oder mit Susanne von geborgen wachsen. Oder dem anderen Mann, dessen Namen ich nicht mehr präsent habe. Einer von uns dreien zumindest, der nicht schon Opa ist.

Vom Wannsee in den Wedding

Irgendwann aber geht es zurück. Es muss, denn wir alle haben Familien, haben Babysitter und ich hoffe inständig, meine Queen of Quengel zu Hause schläft bereits. Gen Zuhause also geht es. Eisenhüttenstadt, Friedrichshain oder eben zurück in den Wedding. Gegen 23:30h ist es soweit. Ankunft U-Bhf Seestr. Mit einem Fußpils in der Hand ist die Erkenntnis des Abends plötzlich sehr klar: Wannsee? Das ist auch nichts anderes als der Wedding mit großen Häusern und Bootsanlegern. Und wenn wir uns wieder treffen, dann ist’s überhaupt nicht wichtig, wo. Hauptsache, es passiert.

Vielen Dank an Bea und Gabriele und all die anderen für diesen Abend.
Bilder und interessante Hintergrundinfos zum Abend gibt es unterhttp://motherbook.de/moms/

5 Kommentare

    • Dankeschön, Nina! Freut mich, dass er Dir gefällt! Mir fallen bloß immer mehr Dinge ein, die ich vergessen habe zu erwähnen. Diese Versatzstücke müssen dann wohl für das nächste Treffen herhalten! Dann sehr gerne.
      LG

  1. Wat hab ick mich gefreut, dich kennenzulernen. Das nächste Mal dann mit Feuerchen und Schmusi Pusi Tanzeinlage. Am besten treffen wir uns dann in Eisenhüttenstadt. The place to be ;-) Lg, Dajana

    • Hat mir och jefreut! :D Eisenhüttenstadt! Das ist doch diese Metropole bekannt aus Funk und Fernsehen! Ich finde, es sollte auf jeden Fall auch Schokokuchen dabei sein. Und der Christian! So machen wir das!

  2. Pingback: Fremdgebloggt bei ‚Mit Kinderaugen‘: Das Kinder- und Familienlexikon | Familienbetrieb

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