Alle Artikel in: Medienthemen

Kommentare und Kolumnen über das, was Internet und klassische Presse vor sich her treiben. Meist Familien- oder Väterthemen. Manchmal auch Absurdes.

Moderatorin von Super-Papa Zeichnung

nano Spezial: 3SAT sucht den „Super-Papa“

3Sat sucht den „Super-Papa“ Dieses Mal war es an dem Schweizer Medienformat „nano“, den ominösen, modernen Vater zu finden und ihn zu charakterisieren. Während die Vorschau noch unerträglich daher kommt („Wann ist der Mann ein Mann?“), glänzt der erste Teil der Reportage durch fehlende Quellenangaben und gefährliche Belanglosigkeiten („Sind schlechte Väter einfach Opfer ihrer Hormone?“). Erst im letzten Drittel nimmt das Ganze fahrt auf. Nur das mit dem maternal gatekeeping, das hätte reflektierter anstellen können. Und auch sonst fremdel ich mal wieder mit der schweizerischen Art der Präsentation! Eine launische Medienbetrachtung. Das nano Spezial „Super-Papa“ Wir starten in das Thema Vaterschaft in Deutschland mit einer Rückschau auf den eigenen Vater, also den klassischen Ernährer, der tagsüber eher durch häusliche Abwesenheit glänzte. Es folgt u.a. ein buntes Sammelsurium an Zahlen und Fakten, deren Quellen aber nicht weiter genannt werden („laut einer deutschen Umfrage“). Schade eigentlich. Immerhin decken sie sich so ganz entfernt mit den Zahlen, die mir von Destatis und den jüngsten Väterstudien aus eigener Anschauung bekannt sind. Der Super-Papa und die Teilzeit-Statistik Interessant wie niederschmetternd …

Vatertage Dokumentation (c) einsplus ARD

„Vatertage“: Moderne Väter, ganz alte Rollenmuster

Wer in den Öffentlich-Rechtlichen etwas mehr über den modernen Vater erfahren wollte, bekam bisher nichts als kalte Duschen serviert. Da wurden Väter gegen Mütter in Stellung gebracht und Superväter, die zwei Monate Elternzeit nehmen als Vorbild hingestellt. Die Dokumentation „Vatertage“ von Anni Seitz geht andere Wege – macht aber leider teils die gleichen Fehler. Interessant bis schmerzhaft, besonders im Gespräch zwischen den Väter-Generationen.

"Frech, wild und wunderbar" mit Sven Nordqvist

„Frech, wild & wunderbar“: Störrisch mit Sven Nordqvist

Am Montag fand in den Nordischen Botschaften die Eröffnung von „Frech, wild & wunderbar – Schwedische Kinderbuchwelten“ statt. Dort habe ich neben dem Konzept der Kinderbibliothek „Rum för barn“ (Raum für Kinder) auch viele skandinavische Kinderbuchautoren persönlich kennenlernen dürfen. Mit Sven Nordqvist, dem Schöpfer von „Pettersson und Findus“ habe ich mich dank eurer Fragen etwas länger unterhalten. Ein Interview zwischen zwei, die eigentlich nicht so gern im Rampenlicht stehen. „Frech, wild und wunderbar“ – und auch ein bisschen störrisch.

Netflix Serie Love

Vier Dinge, die mich die Serie „Love“ gelehrt hat

Während mich die aktuelle Staffel „The Walking Dead“ an manchen Abenden sehr unausgeglichen zurücklässt und die wöchentlichen Folgen der zweiten Staffel „Better Call Saul“ viel zu schnell vorbeirauschen, ist mein schlafloses Streamen nun auf der von Netflix produzierten Serie „Love“ hängen geblieben. Als Elternteil vergisst man ja, wie das so ist, wenn man auf Dates geht. Und was gelernt habe ich obendrein auch noch. Eine spoilerfreie Betrachtung.

Game of thrones

Vier Erziehungstips aus der 1. Staffel „Game of thrones“

Ein bis viele weißer Wanderer, drei heiße Dracheneier und irgendwo dazwischen ein kleines zuckersüßes Bastardkind mit dem Namen Jon Schnee. Westeros und der Kampf um den Eisernen Thron – wer kennt sie nicht die Geschichte, die nicht nur als Buch, sondern besonders auch als TV-Serie Erfolge feiert. Wie schon bei „The Walking Dead“ schaue ich diese Serie immer auch mit einem halben Vaterauge und frage mich:“Was kann ich als Vater aus der Serie lernen?“ Hier meine Erkenntnis aus der ersten Staffel „Game of Thrones“ – seien Sie mir gewarnt.

Mutter, schatten

Stillen in der Öffentlichkeit? Wo denn sonst!?

Man erzählt sich, dass es im Café THE BARN guten Kaffee gibt. Dass dieser mindestens genauso überteuert ist, wie die als Lifestyleprodukte angepriesenen Graubrotschnitten, ebenso. Dass man als Mutter aber sein Kind dort nicht stillen darf, nun ja, auch das ist nicht neu. Weshalb der Betreiber des Cafés mit der Natürlichkeit des menschlichen Körpers nicht umgehen kann, ist mir unbekannt. Als Mann sage ich aber: Stillen in der Öffentlichkeit? Klar, wo denn sonst?

Feministische Vaterschaft

Feministische Vaterschaft vs. gleichberechtigte Teilhabe?

Vor kurzem fragte sich Jochen König, ob es so etwas wie eine feministische Vaterschaft geben könne und welchen Grundsätzen diese wohlmöglich folgen solle? Ich stimme Jochen zu, wenn er sagt: „Das Private ist politisch!“ Private Entscheidungen haben immer auch politische Dimensionen. Doch nicht immer ist das Private auch das, was man als bloggender Vater öffentlich im Internet preis geben mag. Eine kommentierte Zuneigungsbekundung.

Regretting fatherhood

Regretting fatherhood, oder: Die gerechte Strafe für den Heldenvater

In der ‚Hannoversche Allgemeine Zeitung‘ erschien kürzlich ein Artikel mit dem Titel „Machen Kinder glücklich?“ Das ist insofern interessant, denn in diesem Artikel sollte es auch um das Thema „regretting fatherhood“ gehen. Ja, irgendwann musste es ja passieren. Wenn es Mütter gäbe, die ihre Elternschaft bereuten, dann musste es auf väterlicher Seite doch Ähnliches geben. Leider werden hier ‚regretting fatherhood‘, ‚väterliche Überforderung‘ und ‚Vereinbarkeit von Familie und Beruf‘ nicht sauber voneinander getrennt. Den Knackpunkt dieser Diskussion liegt meines Erachtens aber ohnehin ganz woanders.

Väter die neuen Helden

„Väter – die neuen Helden“, Part 2: Klischees, Klischees!

Heute läuft ab 22:10 Uhr im WDR der zweite Teil der Reportage „Väter die neuen Helden“. Zwei frische Väter erzählen offen und unverstellt von den ersten Wochen des Vaterseins. Ich habe mir die dreißigminütige Sendung schon jetzt angeschaut und muss sagen: Heldenväter? Fehlanzeige! Maternal gatekeeping: Nicht existent. Der Reportage gehen im zweiten Teil auf dramatische Weise die Klischees aus.