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Kommentar zum Sommerloch, oder: Das Hotpants-Verbot

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Manchmal, wenn es im Sommer wieder durch den virtuellen Zeitungswald raschelt, liege ich irgendwo auf einer trockenen Wiese und gönne mir den Luxus, keine wirkliche Meinung dazu zu haben. So sollte es auch dieses Mal sein. Das hitzig diskutierte Hotpants-Verbot ist schon auf den ersten Blick ein solch armes Lichtlein, dass man es tunlichst nicht noch weiter befeuern sollte. Einige von euch wollten aber dennoch wissen, was ich als Vater einer Tochter über die Kontrollphantasien deutscher Kleinstadtschulen denke. Ich sage nur eins: Seid gewarnt!

Der Vater, oder: Der modische Hilfskellner

Sollte ich mich als Vater überhaupt zu Wort melden? Immerhin wird Vätern ein generell verkümmertes Verständnis von Mode nachgesagt. Beispiele hierfür gibt es am Wochenende zuhauf auf den hiesigen Kinderspielplätzen zu bewundern. Auch ich bin ich nicht frei von modischen Unzulänglichkeiten. Zwar ist mir nicht egal, was meine Tochter bzw. was ich trage, doch allzu viel Zeit wende ich für unsere Kleidung wiederum auch nicht auf.

Ich für meinen Teil habe gelernt, dass es Tage gibt, an denen man Tigermuster nicht mit Leopardenmuster kombinieren sollte. Ich finde, dass meine modische Grundausbildung damit auch schon abgeschlossen sein dürfte. Dennoch bleibt natürlich immer diese Restangst, dass irgendwann der lokale Zirkus vorbeischaut und dann doch aus Versehen das eigene Kind mit auf Tournee nimmt. Soll ja alles schon mal vorgekommen sein.

Das Sommerloch trägt Hotpants

Das diesjährige Sommerloch beschert uns also eine Diskussion um ein vermeintliches Hotpants-Verbot bzw. einen Kleidungszwang für Mädchen. Das bedeutet: An einzelnen Schulen in Würzburg, Stuttgart, Heidenheim oder dem mir bis dato unbekannten Horb-Altheim werden Mädchen, die bauchfrei oder mit Hotpants bekleidet die Schule betreten, in stigmatisierende XXL-Schul-T-Shirts gezwängt. Zumindest dann, wenn die Außentemperatur durchschnittlich über 30 Grad Celsius liegt. Allzu oft dürfte das wohl nicht passieren, doch das ist nicht der springende Pudel. Der Pudel springt in dem Moment über die Klippe, in dem ich mir vor Augen führe, dass es ausgewiesene Pädagogen sind, die meinen, solche stigmatisierenden Maßnahmen ergreifen zu müssen. Es sind Pädagogen, die zwangsdefinieren, was ein Mädchen tragen darf und den Jungs Freifahrtsscheine erteilen.

Oder um es mit den Worten von Kerstin Brune zu sagen:

Das Vater-Ich und das sogenannte Hotpants-Verbot

Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt, wie ich als Vater wohl reagieren würde, würde meine Tochter an der Kuppelshow „Der Bachelor“ teilnehmen? Inständig hoffend, dass ich niemals nie in diese Situation kommen möge, würde ich meine Tochter natürlich auch dann unterstützen, wenn ich nicht verstehe, was sie da eigentlich tut. Glücklicherweise erfordern es die Statuten, dass die Teilnehmerinnen dieser unsäglichen Sendung das Alter von 18 Jahren bereits überschritten haben. Das gibt mir zum einen noch sehr viel Zeit und zum anderen entbindet es mich teilweise von meiner väterlichen Verantwortung.

Was hat das mit Hotpants zu tun? Im Grunde alles, denn: Als Vater kann ich nicht auf der einen Seite davon sprechen, meine Tochter unterstützen zu wollen, um ihr auf der anderen Seite vorzuschreiben, was sie als Mädchen zu tragen hat. Möchte sie körperbetontes Stoffmaterial um ihren Körper winden, dann werde ich sie wahrscheinlich nicht davon abhalten wollen. Einzig einen Rat würde ich ihr geben: „Es ist ok, Jungs eine zu klatschen. Besonders dann, wenn sie Dir schräg oder zu nahe kommen! Das ist deren Problem, nicht Deins!“ Und möchte ihr ein Lehrer oder eine Lehrerin einen schwarzen T-Shirt-Sack überstülpen, dann darf sie sich auch dagegen zur Wehr setzen.

Meine eigene Kindheit mag untypisch und unstetig gewesen sein, aber das eine habe ich von meiner alleinerziehenden Mutter gelernt: Nicht der Kindergarten, nicht die Schule, nicht das Jugendamt. Im Zweifel ist es Dein Kind, was im Recht ist.

So einfach mache ich mir die Welt und nicht nur dann, wenn es draußen durchschnittlich über 30 Grad Celsius sind.

5 Kommentare

  1. Baby sagt

    Habe ich dir heute schon gesagt, wie froh ich bin, dass du der Papa von der Kleenen bist? :-*

  2. Ich sehe das ähnlich.

    An unserer Schule gab es dieses Verbot auch. Da wurden tatsächlich Mädels wieder nach Hause geschickt, wenn sie zu freizügig bekleidet waren.
    Ich persönlich fand es schon immer eher unpassend bauchfrei und im Minirock in der Schule aufzutauchen und hätte das nie gemacht – aber trotzdem bin ich der Meinung: Jeder so wie er möchte.

    Liebe Grüße, Biene

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  4. Si alguno de estos sistemas se ve comprometido, puede causar ED. Aunque las causas psicológicas de la disfunción eréctil pueden ser más complejas que las causas médicas, aún son tratables. Consumo de tabaco y alcohol: El consumo del tabaco no solo puede generar impotencia por si mismo, sino que además afecta a las venas y al sistema circulatorio, otro desencadenante de la DE. Este síndrome es curable en más de 70 por ciento de los casos. Comprar Viagra generico por internet. Por lo general, la erección inicia por diversos estímulos sensoriales como la vista, audición olfato y tacto, los cuales envían impulsos desde el cerebro y la médula espinal al pene, que a su vez relajan los músculos lisos del cuerpo cavernoso (dos cámaras situadas dentro del pene), para hacer fluir la sangre, lo cual no sucede de manera normal en la disfunción eréctil.

  5. Explicó que actualmente existen medicamentos para tratar este padecimiento, los cuales no solo contribuyen a tener una erección sino también mejoran la cantidad de espermatozoides y la calidad del orgasmo.

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