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Essen mit Kleinkind: Babyled weaning oder Brei?

babyled weaning

In unserer ganzen Naivität dachten wir anfangs noch, dass dem Muttermilch-Abo ganz automatisch die Breiphase folgen würde. Aber dann gab es Pustekuchen, nach altem Tochter-Rezept. Brei? Nein, Danke! Statt dessen gaben wir ihr einfach das, wonach sie griff. Manche nennen diese Methode babyled weaning. Wir nennen es: Hauptsache, das Kind isst überhaupt etwas. Ein persönlicher Erfahrungsbericht zwischen Muttermilch, Brei und erstaunlich wenig Zuckerzeug.

Bald wird meine kleine Tochter in den Kinderladen gehen und aus dem kleinen Baby ist dann fast schon ein kleines Mädchen geworden. Das ändert nichts daran, dass sie bis zum heutigen Tag noch täglich stillen möchte. Zwar nicht mehr so viel wie früher, aber das Abonnement an der Brust, das ist ihr noch immer heilig. Und alle Anzeichen deuten zur Zeit daraufhin, dass ihre reduzierte Stillphase noch mindestens einmal in die Verlängerung gehen wird.

Brei und Kleinkind sollt ihr sein

Das hätten wir uns vor einem Jahr natürlich noch nicht vorstellen können. Damals, in unserer ganzen Naivität dachten wir noch, dass der Muttermilch ganz natürlich nach einem halben Jahr der Beikostbrei folgen würde. Vielleicht würden wir die Beikost bei der Kleenen ein wenig später einführen, aber: Brei is coming, so sicher wie die Bank von England. Möhren, Pastinaken, Kartoffeln, alles wurde brav zu Baby Brei verarbeitet. Dann würde auch das Abstillen vielleicht bald schon folgen.

Frisch zubereiteter Brei erwies sich für unsere Tochter jedoch als überraschend schwieriger Zeitgenosse. Meist konnte sie nichts mit ihm anfangen und er selbst schien auch nicht so recht warm mit ihr werden zu wollen. Ich hingegen mochte meine eigenen Brei Rezepte ja sehr und nach und nach perfektionierte ich meine Kochmethoden. Ich war der neue Walter White aus der Serie „Breaking Brei“. Meist war das Gekochte eher grünlich. Vom genialen Heisenbergblau keine Spur. Aber wie heißt es so schön: Hochmut kommt vor dem Fall. Vielleicht habe ich einmal zu oft die erste und vielleicht wichtigste Dealer-Regel gebrochen: Niemals vom eigenen Stoff probieren! Niemals! War er vielleicht doch gar nicht so gut? Hatte ich meinen Touch verloren? Bald schon kam es jedenfalls wie es kommen musste: Das Baby zeigte dem Brei den Mittelfinger und statt für die emotionale Erpressung, haben wir uns notgedrungen für den Brexit entschieden. Tja.. bye, bye, Brei.

Vom Brexit zum BLW-Neuanfang

Während andere Kinder also fröhlich in Gläschen und Schüsselchen mit ihren Löffelchen und Lätzchen herumstocherten, saß meine Tochter allenfalls fasziniert daneben. Von dem Brei aber kosten? Ach nein, lieber nicht. Iss mal lieber selbst, ne. Breikinder erkennen wir beide heute immer daran, dass sie an der Eisdiele schon mit dem Löffel umgehen können. Solche Löffel haben wir auch. Ein ganzes Glas davon steht in der Küche, aber bestenfalls werden sie auf dem Boden verteilt und später wieder eingesammelt. Breilöffel? Das ist doch Baby-Spielzeug! Dafür ist geschickt mit der Kuchengabel..

Also weg mit dem Brei. Her mit Nudeln, geschmorrten Zucchini, Gurken, Bergpfirsichen und so weiter. Wonach die Protagonistin bei Tisch mit ihren Händchen griff, sie bekam es häufig auch zu fassen. Das ist bis heute so. Das bedeutet für uns natürlich, das Essen weniger zu würzen oder so manches Mal einfach doppelt zu kochen. Klingt beides komplizierter als es tatsächlich ist. Manche nennen dieses Vorgehen babyled weaning. Ich habe mich mit der ganzen Thematik nur wenig beschäftigt. Wir nennen es: Hauptsache, das Kind isst überhaupt irgendetwas.

Unsere anfängliche Skepsis, die Kleene könnte irgendwann bevorzugt noch nur zu süßen Essensspielereien greifen, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Während andere Babys ihr Naschisch nur widerwillig wieder herausrücken, spuckt meine Tochter alle Babykekse sofort wieder aus, findet Schokolade eher unheimlich und auch sonstiges Zuckersüß befremdet sie erst einmal. Sie ist und bleibt: Das Gegenteil-Baby aus einer Montagsproduktion. Sie beweist aber auch, dass selbst kleine Kinder schon sehr genau wissen, was sie mögen und was sie nicht mögen. Früher dachte ich ja, man hätte als Eltern mehr Einfluss. Auf Geschmack, auf Essen, auf alles. Mittlerweile denke ich ja, das Kind ist jetzt hier und eigentlich auch schon fertig. Jetzt muss es sich nur noch zurecht finden in der Welt. Vielleicht kann man ihr dabei ja ein wenig unter die Arme greifen. Wäre doch schön.

Und am Ende der B’Reise?

Brei kann ein ganz guter Helfer sein, um herauszufinden, ob das Kind schon die nötige Entwicklung wie Neugier hat, auch mal anderes, neues Essen auszuprobieren. Wann das genau ist, ist bei jedem Kind natürlich unterschiedlich. In Quetschbeutel bzw. squeezie verpackt, kann Brei bzw. Mus eine wunderbare Snackalternative unterwegs sein. Wir haben extra hierfür drei wiederbefüllbare Quetschbeutel im Arsenal. Ansonsten leisten sich die uns ungefragt geschenkten Breigläschen ein Kopf an Kopf rennen: Wer zuerst abläuft.

Dem Kind das zu geben, wonach es greift (natürlich mit ein wenig elterlicher Steuerung) erscheint mir heute tatsächlich die sinnhafteste Ernährungsform nach dem Stillen zu sein. Außerdem macht es Spaß, gemeinsam mit dem Kind bei Tisch gleiches zu essen. Ein Möhrchen für Dich, ein Mörchen für mich. Ich tausche meine Nudel gegen Deine Kartoffel. Mit Brei wäre das ja eine riesige Sauerei. Sorry, Brei, aber Du kannst heute leider nicht mitspielen. Das soweit kommen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

13 Kommentare

  1. Zahlenzauberin sagt

    Hallo, so ähnlich gings uns bei Nummer eins auch. Bei Nummer zwei haben wirs gleich gelassen. Kannst du verraten was das für wiederbefüllbare Quetschbeutel sind, sowas suchen wir nämlich.

    • Wir haben uns für den Dreierpack von SQUIZ entschieden. Nicht ganz kostengünstig, dafür aber mit einer ordentlichen Größe. Außerdem reduziert es natürlich den Müll. :)
      LG Johnny

  2. Zum ersten Mal erlange ich dank dir die Erkenntnis, dass da noch Menschen sind, die sich im Vorfeld mal so gar nicht informieren. Und einfach tun. So, wie es der Bauch einfach sagt… War bei uns im Übrigen auch so. Also er hat Brei gegessen, auch gerne. Aber auch schon richtige Sachen. Dem kannst du eh alles vor die Nase stellen. Da landet alles im Mund. Und Brei war für uns einfach praktisch, wenn wir selbst nicht gekocht haben. Und sonst? Teller hin. Essen drauf. Lass sie probieren!

  3. Muchos hombres no se dan cuenta de que existen diferentes tipos de erecciones: tres, para ser exactos. Disminución persistente del deseo sexual. En el resolver las alteraciones que puedan darse en estos factores, se enfoca tratamiento de la disfunción eréctil en la actualidad. Comprar Viagra generico preГ§o. Los medicamentos para la disfunción eréctil están diseñados para eludir las causas fisiológicas de la disfunción eréctil, como la presión arterial baja o el daño vascular; no lo ayudarán con problemas de ansiedad, estrés o baja autoestima. La disfunción eréctil es un problema que suele aparecer con la edad.

  4. Aquí hay algunas ideas que puedes probar por tu cuenta. Las causas hormonales suelen afectar asimismo el deseo sexual o libido. El terapeuta lo ayudará a usted y a su pareja a salir del ciclo de estrés y decepción que ha estado influyendo en su vida sexual y contribuyendo a su ED. Esta es una forma de terapia en la que tanto usted como su pareja ven a un terapeuta juntos.

  5. Erectile dysfunction, or impotence, means not being able to get or keep an erection that is sufficient for sexual intercourse.

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